SUPen zum Schwarzen Meer

Pascal Rösler. Großgewachsen, in Hanf-Lederhose, blau-weiss-rot kariertem Hemd, Lederschuhen und einem Stand-Up-Paddle-Board unter dem Arm. So habe ich ihn im Englischen Garten getroffen und über seine Idee gesprochen, für einen guten Zweck mit dem SUP-Board und einem 60 Liter Rucksack von München bis ans Schwarze Meer zu paddeln.

“Angefangen hat alles mit dem Buch: “Lass die Mitarbeiter surfen gehen” vom Gründer von Patagonia. Diese Buch hat mein Leben auf den Kopf gestellt. Ich komme aus einem Unternehmerhaushalt: bei uns wurde immer gearbeitet. Ich bin erst mal einen klassischen Weg gegangen: Banklehre, BWL-Studium, Arbeiten im Finanzsektor. Aber in meinem Kopf schwebte immer dieser Satz: “Das kann es doch nicht alles gewesen sein.” Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich vier Jahre am Starnberger See gearbeitet habe und nie im See baden war.PascalRösler.jpgEines morgens hab ich mich rasiert und beschlossen, dass ich was ändern muss. Ich habe meinen gut bezahlten Job gekündigt, meine eigene Firma aufgezogen und kann mich nun mit allen unternehmerischen Freiheiten für die wirklich wichtigen Dinge im Leben einsetzen. Ich für mich habe mein Thema im Wasser gefunden. Ich bin sehr naturverbunden und könnte stundenlang einfach nur dem Wasser zusehen. Und daher setze ich mich genau dafür mit einem großen Teil meiner Zeit und meiner Energie ein.
Mit meiner Vision für die Natur etwas zu verbessern, habe ich den Verein, „Pure Water for Generations“ gegründet. Den Verein haben wir in 6 Wochen aus dem Leben gestampft und ist nun mein Herzensprojekt. Wir sammeln Gelder, und setzen uns für die Renatuierung und den Erhalt unserer Gewässer ein.

Wenn man eine solche Vision hat, kann man endlich auf sein Herz hören. Die meisten trauen sich das nicht, weil sie dann verletzlich werden. Aber irgendwie ist es doch verrückt: wir kommen mit nichts, und gehen mit nichts aus diesem Leben außer unserer Seele. Aber während unseres ganzen Lebens kümmern wir uns nur um materielle Dinge und nicht um unsere Seele. Wir leben in einer großen Blase und denken, es müsse immer weiter, immer weiter gehen. Aber oft ist es sinnvoller, einfach mal den Verstand auszuschalten und auf sein Herz hören. Einfach mit Liebe durchs Leben gehen – dann klappt auch der Rest.

Unternehmer zu sein bedeutet für mich, Freiheiten zu haben – nicht Millionen zu verdienen. Wenn draußen Wind ist, dann will ich raus auf’s Wasser. Wenn die Wellen reinbrechen, dann will ich draußen sein. Das bedeutet nicht, dass ich nichts tue. Die Welle ist ja auch nicht immer da und es bläst auch nicht immer Wind. Im Gegenteil. Wenn mir etwas viel bedeutet, dann kann ich schon ganz schön Gas geben.
Meine Ruhe und mein positives Denken bekomme ich durch meine Naturverbundenheit und durch ein paar kleine Tricks: jeden Morgen stehe ich eine Minute auf dem Bett und mache nichts. Ich schaue nur auf die Uhr. Und Abends überlege ich mir drei Dinge, die wirklich positiv gelaufen sind. Beides hilft. Und natürlich auch mal Mails Mails sein zu lassen.

Eine zentrale Frage für mich ist es, wie ich es schaffe, in unserer Gesellschaft ein einfaches Leben zu führen. So viele sind auf der Suche nach etwas Größerem. Ich habe mein Thema gefunden und setzte mich nun dafür ein.
Deshalb werde ich dieses Jahr wieder auf SUP-Tour gehen, um weitere Spenden für den Verein zu bekommen und noch mehr Aufmerksamkeit für das Thema Wasser zu erregen. Auf einem Stand-Up-Paddle-Board werde ich hier in München am 20. Juli starten und über Wien bis zum Schwarzen Meer paddeln. Bis Wien wird es eine Riesen-Halligalli geben, und ich werde viel mit der Presse und anderen Naturschutzorganisationen sprechen. Es geht darum, viel Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und Bewusstsein zu schaffen. Dabei geht es nicht um mich, sondern um die Sache! Ich bin nur der Frontrunner, damit das ganze ein Gesicht bekommt. Es geht hier alleine um die Natur.

Und da sind wir wieder am Anfang: das Ganze kann ich nur machen, weil ich Unternehmer bin und mir diese Freiheiten nehmen kann. In den letzten Monaten habe ich zu einem großen Teil an diesem Projekt gearbeitet. Meine Kunden kennen mich so und verstehen das. Und die, die das nicht verstehen, die muss ich gehen lassen.
Ich habe auf jeden Fall gefunden, was ich machen will und wo ich mich einsetzen will. Manche suchen vergeblich danach, aber die müssen einfach mal in sich reinhören und auf ihr Bauchgefühl vertrauen.”

Vielen Dank für das tolle Gespräch, viel Glück auf der Reise und danke, dass wir bei der Wassertaufe der Hanfernen dabei sein durften!!!

PascalRösler_nass.jpg

Ein wenig Zusatzinformation für alle, die jetzt neugierig geworden sind:

Pascal legt am 20. Juli 2017 um 9 mit einem kleinen Spektakel an der Max-Josef-Brücke in München ab. Wer mitpaddeln will, kann dies am 21. Juli 2017 von Freising nach Landshut machen. Oder ihr könnt einfach virtuell mit auf die Reise gehen: auf der Seite www.pure-water-for-generations.com kann man Pascal minutengenau ab dem 20. Juli 2017 begleiten.

Auf der Seite www.pure-water-for-generations.com findet ihr auch Informationen, wie ihr für den Verein spenden könnt.

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