Cosplay

Cosplay_Ubahn

“Ich mag CosPlay so gerne, weil ich selber sehr viel im Künstlerischen unterwegs bin und Make Up sehr gerne mag. CosPlay kommt ja von “Costume” und “Play” und ich schlüpfe dabei komplett in eine andere Rolle. Ich verwandel mich in eine Figur und die meisten Leute, würden mich so wahrscheinlich gar nicht erkennen. Besonders spannend dabei finde ich, dass ich dabei irgendwie viel selbstbewusster bin und zum Beispiel ganz anders auf Leute zu gehen kann.

Gerade bin ich auf dem Weg zu eine Animexx Treffen – das ist eine kleine CosPlay Convention in Pasing, die jeden Monat stattindet. Sie fängt schon am frühen Nachmittag an und geht bis in die Nacht.”

Mission

Mission

“Ich bin Mama und studiere hier an der Akademie. Ich mache Filme und Installationen. Ich bin latent narzistisch, crazy as fuck, aber ich bin einfach so. Zum Beispiel hab ich mir gerade ein Tattoo wieder rausschneiden lassen und werde es hier auf der Jahresausstellung ausstellen. Ich komme aus einer anderen Welt und bin einfach anders. Inzwischen habe ich mich daran gewohnt, dass ich Schwierigkeiten habe, die anderen zu verstehen. Es kommt mir einfach so vor, als würden alle Chinesisch sprechen. Aber die Spiritualität hat mir  geholfen und ich habe beschlossen, ausschließlich nur noch Positives zu denken. Damit macht alles wieder Sinn.

Ich bin komplett davon überzeugt, dass ich weltberühmt werde. Dabei ist es mir total egal, ob ich reich damit werde, aber mir ist wichtig, dass ich den Menschen meine Message rüber bringen kann. Ich will, dass alle verstehen, dass wir uns gegen die Digitalisierung des Körpers nicht wehren können. Ich hab in meiner Hand einen Microchip und ich bin sicher, dass wir uns alle noch viel mehr elektronische Devices einbauen lassen werden. Es geht mir hier um eine Philosophie. Zum Beispiel, dass wir Organe austauschen lassen werden und so. Durch die Kunst möchte ich dazu anregen, dass man sich auch wissenschaftlich weiter damit auseinandersetzt.”

Die Jahresausstellung an der Akademie der bildenden Künste findet von 14.7. bis 22.7.2018 statt.

Akademie

Akademie

“Ich habe meinen Master in Madrid gemacht und habe hier an der Akademie der Bildenden Künste noch mal 6 Jahre studiert. Die beiden Studiengänge könnte nicht unterschiedlicher sein: in Madrid war alles strukturiert und hier an der Akademie ist man komplett frei. Für mich war das perfekt: die Grundlagen habe ich in Spanien bekommen und hier konnte ich mich dann komplett entfalten und mich ganz auf meine Sachen konzentrieren. Ich kann mir vorstellen, dass es deutlich schwieriger ist, wenn man direkt an diese Akademie kommt. Mich hätte das überfordert – so ganz ohne Struktur – , wenn ich direkt vom Abi gekommen wäre. Aber so – mit der Vorbildung in Spanien – war es für mich super.

Ich finde München ist zu perfekt, zu aufgeräumt, die Leute zu wenig offen. Gerade war ich wieder in Brüssel und da liegt auch mal Müll rum und es alles kreativer. Hier ist alle zu geschleckt. Alles wird aufgeräumt. Gerade habe ich ein ganz wundervolles, kleines Atelier von der Stadt bekommen und werde deswegen noch hier bleiben. Danach zieht es mich weiter. Wohin weiss ich noch nicht.”

Dieses Portrait ist “anonym”, denn hier wird jeder so fotografiert, wie er sich wohl fühlt.

Samstag

Samstag
“Wer ich bin? Puh, jetzt hast du mich eiskalt erwischt. Das ist gerade sehr schwer zu sagen, denn ich habe erst vor kurzem herausgefunden, dass ich zu den hochsensiblen gehöre. Wahrscheinlich kam es genau im richtigen Moment, wenn auch etwas spät. Die meisten entdecken das ja viel früher.

Früher hab ich mich öfter gefragt: “Warum passt du nicht in diese Welt?” Ich habe mir irgendwie eine eigene Welt gebaut – mit kreativem Schaffen und Kunst. Dort war ich frei. Aber es kamen natürlich immer wieder solche Gedanken auf wie “Ich will nicht empfindlich sein.” oder so Kommentare wie: “Jetzt hab dich doch nicht so.” Also hab ich mich etwas angepasst, war aber immer der Unangepasste.

Die Krux für mich ist meine Art der Wahrnehmung. Ich sehe ziemlich viel und kuck mir alles genau an. Das strengt oft an, weil es erst mal verarbeitet werden muss und das dauert. In unserer schnelllebigen Zeit ist es dann schwierig, zu sehen, dass das auch wertvoll ist, obwohl die meisten ja immer etwas viel schnelleres erwarten. 

Obwohl diese Wahrnehmung oft hinderlich ist, hat sie auch etwas Gutes. Aus ihr heraus entsteht freie Kreativität, gesammelte Eindrücke, die ich abbilde. Manche Leute erkennen darin etwas.

Das Problem ist, dass viele, die mehr oder intensiver wahrnehmen, immer wieder Neues anfangen und es nicht abschließen. Sie interessieren sich ständig für was Neues. So ist es mir oft mit der Kreativität gegangen. Da liegt unglaublich viel Potential brach. Jetzt will ich versuchen, durch ein besseres Selbstmanagement, diese unterschiedlichen Bereiche zusammen zu bringen. Bisher konnte ich mich immer nur auf eine Sache konzentrieren. Irgendwann laugt dich die intensive Auseinandersetzung mit nur einer Sache aus und du ziehst dich zurück in die Introvertiertheit.

Ich erkenne das alles erst jetzt, nachdem ich darüber gelesen habe. Seit dem kommen viele Erinnerungen hoch. Vieles, an das ich ewig nicht gedacht habe. Und jetzt sehe ich: “Das war damals so, weil ….” Ich könnte natürlich sagen, komm, ist doch egal, und mich einfach auf das Leben jetzt konzentrieren. Aber das ist nicht so einfach, denn ich vermute, dass da einiges unverarbeitet im Unterbewusstsein schlummert. Ich hab auf jeden Fall angefangen, über ein paar Sachen nachzudenken, z.B. auch über Liebesbeziehungen. Jetzt macht es plötzlich Sinn, warum manches so krass gelaufen ist. Einerseits hilft es, damit umzugehen, andererseits ist es ganz schön konfrontierend und aufrüttelnd.

Es reizt mich, zu gucken, was entsteht, wenn ich unterschiedliche Bereiche jetzt zusammen bringe. Gleichzeitig muss ich aber aufpassen, meine Sinne dabei nicht zu überreizen. Die Überreizung würde wieder dazu führen, dass ich mich zurückziehe und für andere nicht erreichbar bin – oder besser, nicht offen bin.

Dagegen fällt mit das Arbeiten mit Materialien leicht. Ich liebe Stahl, Holz, Beton. Wenn ich sie in der Hand habe, dann macht das was mit mir. So geht es mir auch mit alten Fahrrädern. Wenn ich einen handgefertigten Stahlrahmen in Händen halte, dann spüre ich, dass da mal jemand viel Liebe reingesteckt hat. Der Stahl erzählt mir seine Geschichte. Oder ich hab ein paar Holzbalken in der Werkstatt rumstehen, angeschwemmt von der Isar oder aus einem Abrisshaus geborgen. Die brauchten hundert Jahre, um zu wachsen. Die ganze Vielfalt von Eindrücken, die Vorstellung daran , was dieses Material erfahren hat, alles, was es verändert hat – das reizt mich und damit arbeite ich. Das genauer zu beschreiben würde allerdings viel zu lange dauern.

Meine Tochter hat vor kurzem mal einen schönen Kommentar auf Facebook geschrieben: “Ich finde toll, wie mein Papa mit Materialien umgeht und man weiss nie, was als nächstes kommt.” Ich hab fast Tränen in den Augen gehabt. Sie hat es gut getroffen und ich fand sehr spannend, dass sie das für sich so formuliert hat. Es war ihr wohl auch wichtig.”

Christopher Lewis hab ich im Impact Hub Munich getroffen. Er baut exklusive Fahrrad-Unikate aus Schrotträdern und gestaltet Objekte für den Wohnbereich aus historischen Baustoffen unter dem Label Samstag. Er schreibt so passend: „Verrückte Projekte verändern Leben!“

Eigener Weg

Eigener Weg

“Ich bin eigentlich sehr glücklich, zufrieden und sehr dankbar, dass es mir so gut geht. Aber ich finde es gerade sehr schwierig meinen eigenen Weg zu finden. Ich hab gerade Abi gemacht und meine Eltern machen schon  Druck. Sie selber wussten sehr schnell, was sie werden wollten und können nicht so gut nachvollziehen, dass ich es noch nicht weiss. Ich hab schon ein Praktikum als Bühnenbildnerin gemacht, das mir sehr gut gefallen hat, aber ich das machen soll als Ausbildung, oder studieren möchte, oder erst mal ins Ausland … ich weiss es einfach noch nicht. Ich muss meinen Weg einfach noch finden.

Ein Vorbild für mich ist Lilli Palmer. Sie war Schauspielerin, Autorin und Künstlerin und ich bewundere sie für ihre Lebenseinstellung. Sie war einfach ein sehr interessanter Mensch. Sie hat zum Beispiel einen Film mit Romy Schneider gemacht, in dem sie eine Lehrerin spielt, die sich in ihre Schülerin verliebt. Der Film kam 1958 raus und war natürlich ein riesen Skandal: Homosexualität und dann auch noch zwischen Lehrer und Schülerin. Sie wusste genau, dass das ihre Karriere kosten könnte und trotzdem hat sie ihn gemacht. Das bewundere ich sehr und ist für mich ein großes Vorbild.”

Blindfolded

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“Ich bin Künstler und mache hier eine Performance. Seit 7 Tagen lebe ich in der Akademie und seit dem habe ich auch diese Binde nicht mehr abgenommen. Die Idee ist es, dass mich die Besucher der Jahresausstellung mitnehmen und mir erzählen, was sie sehen. Ein Kunstwerk habe ich zum Beispiel dadurch schon 3 Mal  beschrieben bekommen und es ist wirklich erstaunlich, dass jeder mir etwas anderes darüber erzählt.

Durch das nichts sehen können, wird einem wirklich bewusst, wie sehr wir vom visuellen Sehen abhängen. Besonders spannend finde ich, dass Distanzen, die für uns vorher selbstverständlich waren, sich ohne Sehen komplett verändern. Zum Beispiel eimpfinden wir Wege, die einem vorher kurz vorgekommen sind, blind auf einmal viel länger. Und die anderen Sinne wie Hören, Riechen und Tasten werden natürlich sehr viel schärfer.

Heute ist mein letzter Tag in der Performance. Ich habe die Gespräche aufgezeichnet und Logbuch darüber geführt. Vielleicht mache ich ein Buch daraus.”

Kunst und Kids

KunstKinder“Gerade kämpfe ich damit, wie ich alles unter einen Hut bekommen soll. Ich studiere hier an der Akademie (der bildenden Künste) und habe zwei kleine Kinder. Und dann hab ich auch noch einen Freund dazu und irgendwie bleibt für nichts richtig Zeit – geschweige denn für mich.

Besonders schwierig finde ich, den feinen Grad zu treffen zwischen “Das ist die mit den zwei Kindern” und was ich sonst noch bin. Aber das Thema ist natürlich gerade allumfassend im Vordergrund bei mir – auch in der Kunst.

Wenn ich mal wieder nur begrenzt Zeit habe, dann schaffe ich es oft nicht genau in dieser Zeit kreativ zu sein. Auf Knopfdruck Kunst schaffen – das geht einfach nicht. Das ist sicher eines der schwersten Dinge. Dann konzentriere ich mich aber einfach auf die technischen Aspekte. Zum Beispiel habe ich mich in den letzten Monaten auf die Fotografie konzentriert. Auch wenn das nicht ganz mein Ding ist – ich komme eigentlich aus der Malerei. Aber ich hab das Beste draus gemacht und bilde mich dort fort, wo es geht. Und wenn dann die Zeit ist, dann konzentriere ich mich wieder auf die Malerei.”

 

Kreativer Ruhestand

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“Ich bin jetzt seit 17 Jahren im Ruhestand und mir ging es noch nie so gut wie jetzt. Ich war Elektromeister, aber schon seit Kindheit kreativ. Jetzt kann ich endlich meine Hobbies richtig ausleben. Ich fertige Tiffany Lampen an – teilweise brauch ich bis zu einem Jahr, denn bei mir verlässt nichts das Haus, was nicht perfekt ist. Ich sticke auch zum Beispiel Hosenträger, filme, fotografiere. Gerade habe ich einen tollen Film gemacht, wie bei uns eine Photovoltaik-Anlage bei uns am Haus angebracht haben. Das war echt beeindruckend und der Film ist super geworden. Ich biet ihn sogar der Firma an, die die Anlagen vertreiben, weil die keinen haben. Suchen Sie einfach mal bei Youtube “Draurede“, da finden Sie meine ganzen Filme.”

“Und Sie?”

“Ich hab seit einigen Jahren Rheuma und kann selber viele Dinge nicht mehr selber machen. Um so mehr freue ich mich, meinem Mann bei werkeln zuzukucken. Das hält mich aufrecht.”

Boxtape

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Vor dem Gasteig steht gerade eine riesige Installation aus einem Metallgerüst mit viel Plastiktape darin als Netz verwickelt. Ich habe den Künstler Jeremy Gordaneer zufällig getroffen, als er gerade ein Interview für M94,5, das Studentenradio, gegeben hat.

“Wir haben diese Installation schon ein paar Mal gemacht, aber das ist das erste Mal, dass wir es draußen machen. Mein Partner ist Tänzer und ich bin Visual Artist und so schaffen wir zusammen etwas, was irgendwo zwischen Performance und Skulptur liegt. Wir haben jetzt ungefährt zwei Tage daran gearbeitet und in den nächsten zwei Wochen wird es sich weiter entwickeln. Wir werden das Netz an Tape weiter ausweiten und wir werden auch andere Leute bitten, mit zu machen. Zum Schluss wird es ein riesiges Netz sein, in das jeder reinklettern kann. Das spannende daran wird sein, wie es sich anfühlt in dem Netz:  wenn man an einer Ecke ist und sich bewegt, dann spürt das auch der andere an der anderen Seite. Oder wenn man auf einer höheren Ebene klettert, dann kann es sein, dass das jemand anderer unter dir spürt, weil der Boden nachgibt. Und darum geht es unter anderem: die Leute sollen ihren Körper spüren und sich überlegen, welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Menschen um sie herum haben. ”


In front of the Gasteig there is a huge installation right now with a metal construction and a lot of plastic tape wrapped around like a web. We have met the artist Jeremy Gordaneer there just when he gave an interview with the student radio station M94,5.

“We had this installation already a few times but this is our very first time outside. My partner for this is a dancer and I am a visual artist and so we create something together which is something in between performance and sculpture. We have already worked on this for about 2 days and it will evolve for the next 2 weeks. We will spread the web more and we will ask people to help us with this. At the end it will be a huge web where you can climb into. The interesting part will be how it feels to be in this web: if you are in one corner and you move, the other person in the other corner will feel it as well. Or if you are in a higher level the one below you can feel this, too, because the level will give way a little bit. And this is what this is about in a way: people should feel their bodies and consider what consequences his movements have to the other people around him.”

#boxtape

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Studentenradio

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“Wir arbeiten für M94,5, dem Studentenradio im Kultur-Resort. Das ist wirklich perfekt, denn wir sind beide sehr kulturinteressiert und durch das Arbeiten fürs Radio wissen wir immer, was los ist.  Es ist super, denn wir können oft hinter die Kulissen kucken oder mit den Autoren oder Künstlern sprechen. Wir schreiben Bücherrezensionen, über Veranstaltungen wie jetzt gerade über das Dance Festival, können selber Gedichte schreiben oder schreiben über Kino Filme. Jeder bringt morgens in die Redaktionssitzung seine Vorschläge und dann wird diskutiert, ob es relevant genug ist für unser Programm. Und dann muss man bis 16 Uhr alles fertig haben, denn dann geht es auf Sendung.

Natürlich überleg ich manchmal, dass es auch schön wäre, jetzt mit den anderen in den Biergarten oder so zu gehen. Aber dann sitz ich mit den anderen zusammen und alles ist wie weggeblasen und man ist glücklich dabei zu sein. Ich gehe immer aus dem Radio und bin überglücklich – das passiert mir nicht immer wenn ich aus der Uni oder dem Kino komme. Es fühlt sich einfach nicht wie Arbeit an, sondern macht immensen Spaß.”

Hier noch der Beitrag, den die Mädels noch an diesem Tag abgeliefert haben über das Kunstwerk von Jeremy Gordaneer – noch zu sehen am Gasteig bis 21. Mai 2017

 

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Kreaschief

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“Schade, gestern war ich als Alien verkleidet. Das war auch super cool. Aber wer ich bin? Ich bin Visual Designer und Maker, seit 2007 hier und komme eigentlich aus Kasachstan. Aufgewachsen in Zeiten von Tamagotchi, Spice Girls und Sega Mega Drive. Seit Ende 2015 arbeite ich als freiberuflicher Designer und Künstler in München. Neugierig zu sein bedeutet für mich, eine endlose Anzahl von Möglichkeiten zu erkunden. Illustration, Miniaturen, Fotografie, Mode – ich genieße es, mich mit allen diesen Themen zu beschäftigen!

Aber meine größte Passion sind Miniaturen u.A. Rucksäcke und Landschaften. Ich wollte immer bei Pixar oder Stop Motion Filmen Set Design machen und dafür hab ich mal Anfang 2015 angefangen, Miniatur-Rucksäcke zu kreieren.

In der Zeit wurde kreaschief als Label für kreative Produkte ins Leben gerufen. Seit 2018 ist der Fokus mehr auf „Wissen vermitteln“ gewechselt. Ich gebe Diorama-Modellbau Workshops. Bald wird es auch Zeichenworkshops geben. Ich freue mich sehr mit anderen Menschen meine Leidenschaft und Wissen zu teilen.”

Yelena habe ich auf dem Science & Fiction Festival getroffen.

SciFi 2

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Auf dem Science & Fiction Festival habe ich die bezaubernden Moderatorinnen kennengelernt:

“Wir machen das jetzt schon zum vierten Mal. Waren also schon von Anfang an dabei. Wir wohnen  in einer WG zusammen und sind beide Schauspielerinnen. Gerade haben wir die Hebocon moderiert und es ist immer wieder ein Spaß. Immer ein bisschen chaotisch und durcheinander, aber immer wieder klasse!”

 

Künstlerin

 

Artist.jpg“Ich bin Künstlerin: Schauspielerin, Burlesque-Tänzerin, Model in der Kunsszene. Allerdings trete ich derzeit nicht auf, sondern fokussiere meine Zeit, um ein Buch zu schreiben.”


“I am an artist: an actress, a Burlesque dancer, a model for the art scene. But currently I am not doing any gigs but focus my time to write a book.”

 

Tango

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“Ich komme aus Wien und bin für dieses Wochenende nach München angereist. Ich tanze auf einem Tango-Festival/ Encouentro-Treffen. Das sind wundervolle Veranstaltungen und dieses hier nennt sich z.B “Munich Easter Tango Weekend“. Die TeilnehmerInnen kommen oftmals aus vielen verschiedenen europäischen und auch aussereuropäischen Ländern, auf Genderbalance wird seitens der VeranstalterInnen  penibel geachtet. Die Milongas werden von internationalen Tango-DJ’s bespielt, viele von Ihnen machen phantastische Musik und tanzbare Stimmung, sehr häufig traditionelle Musik aus den 40ern.

Jetzt war ich gerade in der Stadt, um ein bisschen Luft zu schnappen und in die Kulturhistorie Münchens einzutauchen. Morgen gibts den Englischen Garten und das Haus der Kunst.

Jetzt bin ich wieder auf dem Weg zurück und tanze wahrscheinlich bis in den frühen Morgen. Ich war schon auf vielen Encouentros, Festivals und internationalen Tangotreffen und es sind immer wundervolle musikalische, tänzerische und soziale Erlebnisse. Wahrscheinlich komme ich im Oktober zum Tango Marathon wieder hierher.”


“I am actually from Vienna and here only for the weekend. I dance at a tango festival. This is just a wonderful event and is called “Munich Easter Tango Weekend“. You just dance all the time, the participants come from everywhere and there are some fantastic tango DJs. I was just in the city for a while to get some fresh air and now I am heading back and dance until the early morning. I was at a few festivals and it is just a wonderful experience.”

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Locker bleiben

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“Ich bin gerade mit meiner Ausbildung zur Kosmetikerin fertig und in meine erste eigene Wohnung gezogen. Gerade muss ich noch bei Hans im Glück als Nebenjob arbeiten, damit ich das alles finanziert bekomme. Jetzt freue ich mich erst mal, auch so richtig Sachen in unserem Laden machen zu dürfen und werde mich weiter fortbilden. Mein Traum ist es natürlich irgendwann mal meinen eigenen Laden zu haben.

Mein Motto ist “Leben und leben lassen”. Niemanden verurteilen und immer locker bleiben.”


“I just finished my school for cosmetician and moved into my first own flat. To make both ends meet I have to work a second job here at Hans im Glück. I am looking forward now to be allowed to do all the things in our little beauty salon and I will do some additional courses. My dream it is to have my own little parlor one day.

My motto for life is “live and let live”. Don’t judge anyone and relax.”

Story Teller

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“Ich bin Geschichtenerzähler, halte Literaturvorträge und gebe Deutschunterricht für die Flüchtlinge. Allerdings habe ich vor kurzem unangenehme Post bekommen. Ich weiss noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Aber davon möchte ich mich natürlich nicht einschüchtern lassen. Ich hab auch schon mit der Polizei gesprochen und muss mir dann wohl eine Agentur oder so suchen.”


“I am a professional story teller, give literature readings and I teach German for the refugees. But only lately I got quite unpleasant post. I am still not sure what to do with it. But I don’t want to be intimidated by this. I have already spoken to the police and I have to find an agency now, I guess.”

Art Therapy

kunst-therapie

“Ich bin Kunst-Therapeutin und ich arbeite mit Leuten mit Persönlichkeitsstörungen und Depressionen. Oder mit Alten – das mag ich besonders gerne. Ich mag es in Gruppen zusammen zu arbeiten. Mir ist wichtig, dass ich jeden so sein lasse, wie er ist. Natürlich geht es um Veränderungen, aber jeder kann sich mitnehmen aus den Kursen, was er möchte. Ich begleite die Menschen einfach nur. Besonders spannend sind dann die “unqualifizierten Rückmeldungen” von den Leuten aus der Gruppe. Die anderen Teilnehmer können einfach Sachen sagen, die ich als Therapeut nicht sagen kann und trotzdem sind sie oft so unglaublich treffend.

Als Kunst-Therapeut ist man komplett unterbezahlt. Nicht mal die Supervisionen werden einem bezahlt. Aber die sind echt wichtig, um einen Ausgleich zu finden, denn nach vier Tagen Arbeit mit den Patienten ist man echt komplett fertig. Ich selber suche mir dann auch den Ausgleich mit meiner eigenen Kunst als Kunstschmied und Bildhauerin. Oder durch ganz bodenständige Dinge wie Arbeiten im Garten, Kochen oder Putzen.”


“I am an art therapist and I am working with people with depression or personality disorder. Or with elderly people – something I really love. I really like working in groups. It is is important to me that I leave everyone like they are. Sure, it is about changes but everyone can take out of those sessions what thy like. I am just accompanying them. What I find most intriguing is the “unqualified feedback” from the other ones in the group. The other participants can say things I can not say as a therapist but mostly it is very fitting the situation.

As an art therapist you are quite underpaid. They are not even paying the supervisions. But they are very important for your balance because after four days of work with patience you are completely drained. I am usually looking to find my balance back through my personal art as a blacksmith or as sculptor. Or I am just doing something very down to earth such as working in the garden, cooking or cleaning.”

 

Kunst

kunst

“Ich bin Künstler. Ich mache Holz- und Linolschnitt.  Gerade bin ich allerdings gerade auf dem Weg zu einem Holzbildhauerkurs, den mir meine Frau geschenkt hat. Das ist in sofern spannend, dass ich bisher immer nur 2D gemacht habe. Hochdruck ist eben nur 2D und jetzt versuche ich meinen Horizont mal zu erweitern und in 3D zu arbeiten. Man muss sich als Künstler immer wieder selber weiter treiben und und neue Perspektiven lernen.”

Seine Kunst is auch zu sehen auf www.joachimgraf.com


“I am an artist. I am doing woodprint and linoprint. Right now I am actually on my way for a course for wood sculpture – a present from my wife. This is interesting since I only worked two-dimensional so far. Printing is only 2D and now I will open my mind for working in 3D. As an artist you have to push yourself all the time and learn about different perspectives.”

Learn more about his art on www.joachimgraf.com

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