Donie The Dragon als Puppy

“Ich habe meinen Charakter selber gemacht – er gehört also nicht zu einer Serie oder so. Irgendwann habe ich einfach mal angefangen zu basteln – der Kopf ist zum Beispiel aus einer IKEA-Papiermaske passiert. Ich habe einfach angefangen zu bauen, hab nachgesehen, was ich noch im Schrank habe und worauf habe ich Bock habe. Eigentlich ist da sogar eine Lüftung drin aber ich habe die Batterien vergessen.

Dieser kleine Dämon ist seine fiktive Spezies. Das nennt sich “Masked Beast”. Aufgrund des Aussehens der Maske habe ich dann auch den Charakter dahinter modelliert. Sie spricht eigentlich nicht, sondern macht nur bestimmte Geräusche. Sie ist ein bisschen zurückhaltend. Sie ist klar darauf ausgelegt, dass sie alle niedlich finden.”

Nicht unterkriegen

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“Ich bin ein sehr fröhlicher Mensch und lass mich durch nichts unterkriegen. Auch nicht davon, dass manche Menschen – vor allem Kinder – immer wieder dumme Kommentare über meine Kleidung machen. Ich mache meine ganzen Klamotten selber und liebe es so kreativ meinen Stil ausleben zu können. Diesen Mantel hab ich selber gemacht – die Tasche und die Mütze auch.

Als ich 4 Jahre alt war, hab ich meinem Opa zugesehen, wie er gestrickt hat. Und seit dem mache ich es auch. Von ihm haben wir auch ganz viele Muster bekommen. Inzwischen stricke ich oft einfach drauf los und zeichne erst danach.
Meine Mama sagt immer, dass ich immer kreativ bleiben soll und ich hoffe sehr, dass ich irgendwann mal einen Job finde, in dem ich das voll ausleben kann.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir wünschen, dass ich für immer mit meinem Schatz zusammen bleibe. Er nimmt mich so an, wie ich bin und das ist toll. Ich hab schon viel Mist erlebt mit Typen, die geraucht, gesoffen oder mich geschlagen haben. Aber er ist einfach anders – das hab ich sofort gemerkt. schon als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Er hat einfach seinen eigenen Stil und lässt mich so sein, wie ich bin.”

Eigener Weg

Eigener Weg

“Ich bin eigentlich sehr glücklich, zufrieden und sehr dankbar, dass es mir so gut geht. Aber ich finde es gerade sehr schwierig meinen eigenen Weg zu finden. Ich hab gerade Abi gemacht und meine Eltern machen schon  Druck. Sie selber wussten sehr schnell, was sie werden wollten und können nicht so gut nachvollziehen, dass ich es noch nicht weiss. Ich hab schon ein Praktikum als Bühnenbildnerin gemacht, das mir sehr gut gefallen hat, aber ich das machen soll als Ausbildung, oder studieren möchte, oder erst mal ins Ausland … ich weiss es einfach noch nicht. Ich muss meinen Weg einfach noch finden.

Ein Vorbild für mich ist Lilli Palmer. Sie war Schauspielerin, Autorin und Künstlerin und ich bewundere sie für ihre Lebenseinstellung. Sie war einfach ein sehr interessanter Mensch. Sie hat zum Beispiel einen Film mit Romy Schneider gemacht, in dem sie eine Lehrerin spielt, die sich in ihre Schülerin verliebt. Der Film kam 1958 raus und war natürlich ein riesen Skandal: Homosexualität und dann auch noch zwischen Lehrer und Schülerin. Sie wusste genau, dass das ihre Karriere kosten könnte und trotzdem hat sie ihn gemacht. Das bewundere ich sehr und ist für mich ein großes Vorbild.”

Kreativer Ruhestand

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“Ich bin jetzt seit 17 Jahren im Ruhestand und mir ging es noch nie so gut wie jetzt. Ich war Elektromeister, aber schon seit Kindheit kreativ. Jetzt kann ich endlich meine Hobbies richtig ausleben. Ich fertige Tiffany Lampen an – teilweise brauch ich bis zu einem Jahr, denn bei mir verlässt nichts das Haus, was nicht perfekt ist. Ich sticke auch zum Beispiel Hosenträger, filme, fotografiere. Gerade habe ich einen tollen Film gemacht, wie bei uns eine Photovoltaik-Anlage bei uns am Haus angebracht haben. Das war echt beeindruckend und der Film ist super geworden. Ich biet ihn sogar der Firma an, die die Anlagen vertreiben, weil die keinen haben. Suchen Sie einfach mal bei Youtube “Draurede“, da finden Sie meine ganzen Filme.”

“Und Sie?”

“Ich hab seit einigen Jahren Rheuma und kann selber viele Dinge nicht mehr selber machen. Um so mehr freue ich mich, meinem Mann bei werkeln zuzukucken. Das hält mich aufrecht.”