Life

Juice.JPG“Eigentlich bin ich gelertner Bäcker und hab erst mal die Bäckerei von meinem Vater übernommen. Aber wegen Allergien ging das irgendwann nicht mehr. Danach habe ich sehr lange in der Fitnessbranche gearbeitet. Das ist ein echter Knochenjob und ab 50 ging es einfach nicht mehr körperlich. Wahrscheinlich hätte ich einfach mehr auf Ausbildung setzen müssen. Jetzt arbeite ich hier auf dem Viktualienmarkt und wir verkaufen frisch gepresste Säfte. Das macht echt Spaß und man ist viel unter Leuten. Wenn es keinen Spaß machen würde, würde ich es nicht machen. Ich habe immer viel gelebt und es mir gut gehen lassen. Das ist wichtig und das will ich auch jetzt nicht aufgeben.”


“I am actually a certified baker and took over the bakery of my father. But at a certain point of time I couldn’t go on because of allergies. After that I have worked a long in fitness studios. It is a very physical and back-breaking job. After I turned 50 I just couldn’t do it anymore physically. I should have focused more on education. And now I am working here at the Viktualienmarkt and we sell freshly pressed juices. I really like this job: it is fun and you meet a lot of people. If it weren’t fun I would not do it. I love my life and I have always lived a good life. That is so important and I will not give it up.”

Around the world

world

“Ich mache ganz viel: Barkeeper, Barista, Freelancer in einer Agenutr, hoffentlich bald Surflehrer in Portugal. Irgendwann muss ich noch den Absprung schaffen, aber gerade ist es ein tolles Leben. Und wenn man es genau nimmt, dann ist ja auch der Weg das Ziel.

Ich mag München sehr, aber ich bin auch sehr viel unterwegs in der Welt und da ist es oft schwierig, danach wieder München zu ertragen. Hier ist alles immer gleich polititsch. Die können nicht einfach mal chillen und etwas genießen. München hat die perfekte Größe und doch wollen immer alle irgendwo groß hinaus.

Ich habe gleich viele Lieblingsorte: Der Blick vom Alten Peter ist einfach großartig. Die Isar und das neue Isarufer mit den Stufen ist im Sommer einfach wunderbar. Und am Sonntag der Brunch im Cafe Vorhoelzer auf dem Dach der TUM.”

Links:

Cafe Vorhoelzer – mit aktuellem Erfahrungsbericht


“I am doing so much: I am barkeeper, a barista, a freelancer for an agency, and hopefully soon a surfing teacher in Portugal. I know one day this has to stop, but currently this is a wonderful life. And if take it seriously actually the route is the destination.

I love Munich but I am abroad very often and I have my difficulties to come back sometimes. Everything becomes so political and so serious all the time. They can not just relax and have fun. Munich has the perfect size and still everybody wants to become bigger and bigger.

I have plenty of favorite places: I love the view from the Alten Peter, the Isar and its banks are the best in summer. And on a Sunday morning the brunch in the Cafe Vorhoelzer on  top of the TUM.”

Guardian Angel

guardian-angel“Hast du von dem Unfall gehört? Auf der Nymphenburger Straße vor einigen Wochen? Tja, ich war mitten in diesem Unfall. I war im Auto mit meinem Sohn. Wir hatten einfach super, super Glück. Ich habe zwar immer noch Probleme mit meinem Rücken, – ich bin gerade auf dem Weg nach Hause von meinem Arzt –  aber einfach 10 Sekunden später und wir hätten am Ende der Autoschlange sein können und vielleicht wären wir jetzt so tot wie diese Frau.
Mein Sohn sieht es noch ein bisschen anders. Er sagt immer: Wenn du ich einfach weiterspielen hättest lassen, dann wären wir gar nicht in dem Unfall gewesen.

Was ich an München mag? Das man ausgehen kann ohne von jemandem angesprochen zu werden. Ja, diese Anonymität hier kann auch seine Vorteile haben. Ich komme aus Köln und die Menschen dort sind wirklich komplett anders. Aber versteh mich nicht falsch: wir kennen auch eine gewisse Arroganz und Kühlheit. Aber hier wirst du viel schneller an deiner Kleidung beurteilt, die Menschen sind viel distanzierter und weniger hilfsbereit.”


“Have you heard about this accident? At Nymphenburger Straße a few weeks ago? Well, I was part of this accident. I was in the car with my son. We were more than lucky. I still have problems with my back – I am actually on my way home from the doctor – but only 10 seconds later and we might have been closer to the end of the queue of cars and we could have been dead like that woman.
Well, my son sees it a little bit different, though. He always says: If you let me have played a little bit longer we would not have been in this accident at all.

What I like about Munich? That you can go out without anyone talking to you. Yes, this anonymity here also can be an advantage. I am from Cologne and people there are completely different. Don’t let them fool you: arrogance and being cool is quite known in Cologne as well. But I have to admit that people judge you quicker and people are more distant and less helpful.”

No Label

no_label“Mein Traum ist es, später meine eigene Kollektion zu haben. Aber ich kann mich selber nicht verkaufen und ich bin kein Geschäftsmann. Dafür suche ich noch die richtigen Leute. Aber ich mache dann nur Mode für Männer. Ich mag eigentlich keine Frauen-Mode, auch wenn ich das als Damen-Maßsschneider eigentlich gelernt habe.

Ich mag keine Labels. In München habe ich gelernt, auch mal für Mode Geld auszugeben, aber hier gibt es so schöne Sachen, die keine Label tragen. Sich vom Mainstream abheben ist in München gar nicht so schwer, denn hier laufen irgendwie immer alle gleich rum!

Mein Lieblingsort in München? Die Fünf Höfe. Das passt jetzt vielleicht nicht zu dem, was ich vorher gesagt habe wegen der Marken und so, aber ich liebe das Muji und das Magazin.”

Nach diesem Interview bin ich tatsächlich in die Fünf Höfe gefahren und habe dort eine Dame getroffen, die offensichtlich mehr als nur einen Schutzengel hatte


“It is my dream to have my own collection one day. But I can not sell myself and I am not a business man. I am still looking for the right people for that. But I will only do fashion for men. I do not like women’s fashion – even if I actually learned custom tailor for women.

I do not like labels. Only in Munich I learned how to really spend money on fashion but there are so many great things without labels. It is so easy to stand out against the mainstream here in Munich because more or less everyone is dressing the same here.

My favorite spot in Munich? The “Fünf Höfe”. I know this is quite contracting to what I just said about labels but I just love the  Muji and the Magazin.”

After this interview I really went to the “Fünf Höfe” and met there a woman who probably had more than just one Guardian Angel

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