Spider-Gwen

“Ich bin Spider Gwen. Ich habe mich für diesen Charakter entschieden, weil viele MARVEL Figuren hier auf der Comic Con vertreten sind – aber immer nur das, was aktuell im Kino läuft. Ich schwimm` da lieber gegen die Masse stelle lieber einen Charakter dar, der auch wirklich aus den Comics ist und nicht einen Charakter, den man nur aus den Filmen kennt. Das ist der Ursprung und wir sind hier auf der Comic Con und nicht auf der “Was-ist-gerade-im-Kino”-Con.

Für die Spider Gwen im Speziellen habe ich genommen, weil sie auch Kinderfreundlich ist. Oft erkennen mich Kinder schneller als Erwachsene, weil sie aus einer Kinderserie ist. SpiderMan kennt noch jeder, aber wenn es um seine Freunde geht, wissen nur noch sehr wenige, dass Spider-Gwen z.B. im 3. Film nur eine kurze Szene hatte, als sie vom Hochhaus stürzt. Im Comic kommt sie viel öfter vor und sie hat sogar ihre eigene Comic-Reihe.
Mit diesem Charakter riskiere ich zwar, dass die Leute weniger Fotos von mir machen, aber oft mache ich Leute auch neugierig.

Ich war schon immer ein Mensch, der sehr viel gelesen hat und eine Freundin hat mir mal ein Manga ausgeliehen. Ich war schon beim ersten Aufschlagen begeistert. Denn wenn man die einfach so aufschlägt, wie man ein normales Heft liest, dann sieht man erst mal eine große Stop Hand, die dich darauf aufmerksam macht, dass man das Heft umdrehen muss, denn man liest sie ja rückwärts. Und das steht wirklich in jedem Manga. Alleine das war schon der Reiz: das ist wie lesen, aber eben ganz anders.

Ich mach auch ganz viele Charity-Sachen mit einer Gruppe und einem Verein. Wir sammeln Spenden für Kliniken oder ähnliches. Zum Beispiel laufen wir dann alle als Vampire rum, um auf Blutspenden-Aktionen aufmerksam zu machen. Eigentlich bin ich mehr auf Charity bzw. Benefiz-Aktionen, als solche Conventions. Natürlich nehme ich alle mit, die in der Nähe sind – und auch vielleicht ein bisschen weiter – ich war schon in Rotterdam, Wien, Florenz und Malaga. Aber die Charity-Sachen liegen mir mehr am Herzen – da mach ich halt wirklich was Sinnvolles.”

Meine Kita

“Kinder sind großartig: sie sind offen für alles und sie sind erst mal positiv auf alles eingestimmt. Sie trauen sich so viel und haben keine Angst vor Rückschlägen. Sie versuchen Dinge einfach mal. Ich mache gerade eine Ausbildung zur Erzieherin und mein Traum ist es, irgendwann mal meine eigene Kita zu haben. Ich will die Kinder unterstütze und fördern, wo sie es brauchen und wollen. Ich will ihnen alle Wege offen halten und das alles nicht nur auf einem Papier für die Konzeption. Ich würde in meiner Kita das dann auch wirklich leben wollen und den Kindern eine schöne Kindheit bereiten.”

Signal – Fridays for Future

“Die Idee hierher zu kommen, war eigentlich die Idee der Kinder und natürlich habe ich sie dabei unterstützt. Eine Lehrerin hat den Kindern das Video von Greta Thunberg gezeigt und dann wollten sie unbedingt hierher.

Ich finde es schon bemerkenswert, dass aus der Klasse mit 22 Kindern heute nur vier heute hier sind. Wir haben es sogar angeregt und darüber informiert, aber die anderen haben sich davor geduckt. Die ersten 3 Stunden sind die Kinder in den Unterricht gegangen und danach mit uns hierher zur Demo. Dafür haben wir sie nicht krankgeschrieben, denn ich denke, dass ist das falsche Signal. Auf die Reaktion der Rektorin warten wir noch, aber ich denke, was immer sie tut: sie setzt ein Zeichen.”

Mitdemonstrieren

“Wir sind heute hier und nicht in der Schule, weil wir es total wichtig finden, dass die Umwelt geschützt wird und dass der Klimawandel nicht immer mehr steigt. Die Politiker tun einfach nicht genug für die Umwelt und wir brauchen das Ergebnis.

Für den Umweltschutz machen wir schon einiges:
Weniger Milch trinken und weniger Fleisch essen. Öfter das Fahrrad nehmen, mehr laufen und mehr öffentlich fahren. Nicht so oft in den Urlaub fliegen. Und wir wünschen uns, dass nicht mehr so viele Leute den Müll auf den Boden schmeißen.

Unser Lehrerin hat uns das Video von Greta gezeigt und sie findet es gut, dass wir hierher gehen. Aber wir wissen noch nicht, wie die Rektorin reagiert. Es kann sogar sein, dass wir einen Verweis bekommen. Aber das nehmen wir in Kauf, damit wir hier mit demonstrieren können. Unsere Eltern haben auch gesagt, dass wir hierher dürfen und würden den Verweis deshalb auch für uns einfach akzeptieren.”

Dirtpark

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“Ich mag das BMX Fahren so gerne, weil es mega Spaß macht und irre abwechslungsreich ist. Jede Anlage ist anders. Wir haben so ziemlich alles zu Hause, was Rollen hat. Ich fahre sehr gerne Skooter, aber da hat keiner aus meiner Familie mitgemacht und das war langweilig.

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Über zwei Freunde, die Profis sind, bin ich zum BMX Fahren gekommen. Ich mach es noch nicht so lange, aber inzwischen macht meine ganze Familie mit. Wir suchen immer wieder im Internet die verschiedenen Parks und fahren dann alle gemeinsam hin.

Mein Rad haben wir vor einigen Jahren von einer Freundin von meiner Mutter geschenkt bekommen. Es ist  noch aus den 80ern und sah ziemlich fertig aus. Im Sommer war ich dann in Berlin für ein paar Wochen und der Freund meiner Mutter hat es komplett für mich restauriert: abgeschliffen, neue Farbe, neue Radmäntel und so weiter. Jetzt ist es super cool!”

Skatergirl

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“Ich turne und fahre Skateboard. Beides macht mir so viel Spaß, dass ich mich nicht mal entscheiden könnte, welches ich lieber mache. Zwei Tage habe ich nun hier beim “Hot Curbs & Cool Pools” contest mitgemacht: am Samstag beim “Street” und am Sonntag beim “Bowl”. Ich habe zwar nicht gewonnen, aber darum geht es ja auch nicht. Es geht nur darum, Spaß zu haben.”

Welch weise Worte der jüngsten Teilnehmerin beim Girls Skate Jam des Hot Curbs & Cool Pools Festival letztes Wochenende! Und wer Lust hat, der jungen Dame zu folgen, der kann das unter instagram.com/sk8rei

Weitergeben

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“Ich habe schon mein ganzes Leben für die Rechte der Frauen gekämpft. Ich bin schon immer Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin. Als Geschichtslehrerin weiss ich, wie kostbar der Frieden ist. In den 70er Jahren hab ich meinen Schülern immer erzählt, dass kein Krieg mehr kommt. Um so mehr schmerzt mich zu sehen, was zur heutigen Zeit wieder um uns herum passiert.
 
Ich bin selber Kriegskind. Meine Eltern haben den Krieg voll miterlebt und wir haben viele Verwandte verloren. Ich bin deswegen ohne Großeltern aufgewachsen und es war immer präsent, dass viele liebe Menschen nicht mehr bei uns sind. Meine Eltern waren nicht politisch aktiv, aber sie haben sehr politisch gedacht. Meinem Vater war unsere Bildung sehr wichtig. Es war ihm immer wichtig, dass wir zur Schule und auch auf die höhere Schule gehen – durchaus keine Selbstverständlichkeit in diesen Jahren! Er hat immer gesagt, dass uns die Bildung keiner mehr nehmen kann. Vielleicht eine schon zu oft zitierte Weisheit, aber sie hat ja doch ihre Wahrheit. Er hat auch immer gesagt: “Lest Zeitung! Informiert euch, was um euch rum und in der Welt passiert!” Ich bin ihm heute noch immer sehr dankbar dafür, dass er uns so erzogen hat. Und ja, ich hab ihm das auch zu Lebzeiten schon gesagt, dass ich ihm dafür dankbar bin, auch wenn wir viel und ausgiebig gestritten haben. Wir waren eindeutig anderer politischer Couleur und ich bin ihm eindeutig zu radikal geworden in den 60er Jahren. Das hat ihm viel Kopfzerbrechen bereitet.
 
Um so mehr schmerzt es mich, dass ich dieses politische Denken nicht an meine Kinder weitergeben konnte. Ich habe meine Kinder viel auf Demos und auf Bazare mitgeschleppt – schon von ganz klein auf. Und jetzt sagen sie, dass sie an diese Zeit nicht nur gute Erinnerung haben. Vielleicht ist das auch nicht immer der richtige Weg. Aber ich bin meinen Kindern – vor allem meinem Sohn – eindeutig zu links.
 
Interessanterweise ändert sich das allerdings gerade bei meiner Tochter. Sie wohnt in Barcelona und wohnt auch nicht weit entfernt vom Parlament. Auf einmal hat sie Angst. Angst wie es weitergeht und um ihre Kinder. Jetzt auf einmal wird sie politisch und ruft an und erzählt mir davon.”
 
Das ist das erste Porträt, auf dem die Person nicht erkannt werden wollte und diesem Wunsch gehe ich natürlich auch gerne nach. Danke um so mehr, dass ich diese wundervolle Geschichte aufschreiben durfte!
 
 

 

Longboarder

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“Ich bin wirklich zufrieden in meinem Leben. Ich kenne auch andere Zeiten, in denen ich voll im Hamsterrad gelaufen bin. Aber ich hab mich vor einiger Zeit dafür entschieden, mein Leben komplett umzustellen. Jetzt arbeite ich nur noch 16 Stunden und bin viel zufriedener. Natürlich wäre es anders finanziell einfacher, aber so kann ich viel mehr selber entscheiden, und viel öfter tun, was ich will.

Wenn ich eines aus dieser Zeit bereue, dann ist das, dass ich meiner Frau nicht besser helfen konnte. Sonst hätte es vielleicht geklappt. Als ich meinen Job aufgegeben habe, war es einfach zu spät. Ich weiss also sehr gut, was es heisst, von der Arbeit getrieben zu sein.

Die Kinder haben 5 Jahre bei mir gelebt. Erst vor einigen Jahren sind sie wieder zurück zu ihrer Mutter. Das war natürlich nicht einfach für mich, aber ich wollte der Mutter die Chance geben, eine Beziehung zu ihnen aufzubauen.

Ich sehe meine Kinder so viel wie möglich: jedes Wochenende, unter Woche immer wieder und die kompletten Sommerferien. Ich habe ja jetzt Zeit und fahre immer wieder im Zug zu ihnen.

Den Schritt zurückzutreten habe ich komplett selber entschieden. Im Nachhinein hat mir die Gesundheit gezeigt, dass das auch nötig war. Ich habe vor nicht allzulanger Zeit Probleme bekommen und musste dann auch innerhalb kürzester Zeit am Herzen operiert werden. Zurücktreten war also die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.

Ich denke, wenn man unzufrieden ist, dann ist man es immer selber.”

Was für eine spannende Begegnung! Wir saßen letztendlich fast eine Stunde zusammen und haben darüber philosophiert, wie man zufriedener sein kann.

Longboarden hat dieser junge Mann übrigens wegen seiner Kinder. Die haben sich ein Longboard gewünscht und da hat er einfach gleich mitgemacht – mit schlappen 56 Jahren. Cool, oder?

Happy Birthday

Happy Birthday

“Wir haben gerade ganz frisch ein Haus gekauft, das noch von 1934 ist. Die Nachbarn hatten wohl die Sorge, dass da jetzt ein großes, mehrstöckiges Haus hinkommt. Aber wir haben uns entschieden, es komplett zu erhalten und es britisch- skandinavisch herzurichten. Es ist ein Kaffeemühlenhaus und hat damit einen quadratischen Grundriss und erinnert an eine Kaffeemühle. Es ist zwar viel Arbeit und sicher auch eine finanzielle Frage, aber ich freue mich sehr darauf. Es ist eine schöne, kreative Arbeit.

Und ich vertrete hier eine schöne dänisch Kindermodenmarke namens Pompdelux.  Das ist wirklich schön, denn so finde ich auch Anschluss an viele Familien. Wir sind nämlich erst vor einem Jahr hierher gezogen.

Ich hab heute Geburtstag und wir kommen gerade vom Brunchen – dem neuen Essen gehen, wenn man Kinder hat. Das Foto ist gut geworden – mit Falten und allem. Freundinnen von mir machen immer Filter drauf, damit man die Falten nicht mehr sieht. Das finde ich sehr schade, denn dann geht der Charakter auf dem Bild total verloren. Ich steh dazu. Mir gefällt das. ”

Noch mal alles Liebe zum Geburtstag, liebe Victoria!!

 

Harter Tag

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“Eigentlich haben wir einen echt harten Tag heute, deshalb behalte ich lieber die Brille mal an. Ich bin noch ganz schön verkatert, weil wir gestern einen Geburtstag gefeiert haben und ziemlich lange aufgeblieben sind. Aufräumen mussten wir auch alleine, weil mein Mann gleich in der Früh abgehauen ist, weil heute der Todestag seiner Mutter ist. Und du hattest heute auch einen recht harten Tag.”

“Heute morgen hatten wir ein Fussballspiel und haben 10:0 verloren. Das ist echt hart. Erst hab ich ein bisschen geheult, aber dann ging es wieder. Wir haben aber auch neue Trainer und die konnten uns während des Spiels echt nicht leiten, wie die alten Trainer. Die kennen ja noch nicht mal unsere Namen. Wahrscheinlich war der Schiedsrichter schuld (lacht).”

“Deshalb gehen wir jetzt erst mal neue Fussballschuhe holen. Wahrscheinlich waren es die Schuhe.” (beide fangen zu lachen an)

Happy Baby

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“Ich bin gerade rundum glücklich und würde mir eigentlich nur wünschen, dass es noch viel mehr Menschen so geht. Dieser Kleine hier ist gerade 3 Monate und wir tigern hier um den Block, während die Mama beim Seminar ist. Eigentlich sollte er langsam aufwachen und wenn er dann Hunger hat, dann muss es schnell gehen.

Ich genieße die Zeit wirklich sehr. Gleich am Anfang hab ich 2 Monate Elternzeit genommen und ich werde bald zwischen zwei Jobs noch mal einen Monat frei nehmen. Ich bin so froh, dass ich das so alles erleben darf und so nah dabei sein kann. In anderen Generationen war das ja echt nicht selbstverständlich. Und auch jetzt gibt’s einige Papas, die ich nicht verstehe. Zum Beispiel ergibt sich bald eine Gelegenheit, mit den Kleinen ein Babyschwimmen zu machen und eine Bekannte meinte, ihr Mann hätte da einfach keine Lust drauf. Ich würde echt viel geben, um mit dem Kleinen durchs Wasser zu springen. Mensch, jetzt haben wir doch endlich die Chance, das müssen wir doch genießen. Weshalb bekommt man denn sonst Kinder?

Bald ziehen wir von München weg. Das ist zwar schade, aber irgendwie fügt sich gerade alles echt perfekt ein: neuer Job, wir ziehen in die Nähe der Großeltern, Eigenheim und alles was dazu ghöert. Es öffnen sich viel mehr Türen als sich schließen. Ich bin einfach echt glücklich.”

Power

Power

“Ich bin Friseurin und Visagistin und alleinerziehende Mutter. Meine Tochter Magdanlena ist 7 Jahre und vor 4 Jahren haben sie die sehr seltene Knochenkrankheit  Morbus perthes bei ihr festgestellt. Ich werde es nie vergessen, wie der erste Arzt mich einfach heimgeschickt hat und mir nichts in die Hand gegeben hat. Ich saß in der U-Bahn und hab im Internet darüber gegoogelt. Das war echt hart. Es gibt nur sehr wenige Ärzte, die sich mit dem Thema auskennen und das ist eigentlich am Schlimmsten: dass man nie genau weiss, wie man am besten helfen kann bzw. welche Medikamente ihr helfen werden. Sie saß auch am Anfang eine Weile im Rollstuhl – ich musste sie da reinsetzen – aber momentan geht es ohne. Sie selber geht eigentlich ganz gut damit um.

Was für mich allerdings wirklich krass war, dass ich von einigen Freunden wenig Verständnis bekommen habe. Magdalena ist 70% behindert und trotzdem haben einige gesagt: ach, das ist doch nicht so schlimm.

Die Sprengelschule hat sie abgelehnt. Eigentlich dürfen das die Schule nicht mehr und ich hätte das per Gericht sicher durchsetzen können. Aber ich wollte nicht, dass sie mit diesem Stigma in der Schule anfängt. Bildung ist so wichtig und ich werde alles tun, damit sie so vie wie möglich erreichen kann. Denn es ist ja nur der Körper, der Probleme hat – nicht ihr Kopf. Sie ist ganz normal clever, wie die anderen Kinder auch. Daher zahl ich auch jeden Monat eine Privatschule. Ihre Lehrerin integriert sie, wie es nur geht und ich bin sehr dankbar dafür. Auch wenn es wirklich manchmal schwierig ist, denn die 300 Euro fehlen eben an anderer Stelle.

Aber wir verzweifeln jetzt nicht daran, dass sie im Rollstuhl sitzt. Ich bin mit ihr auch einen Mini-Halbmarathon gelaufen. Erst wollte sie nicht, weil sie das nicht im Rollstuhl machen wollte. Da hab ich ihr erklärt, dass es nur zwei Möglichkeitn gibt: entweder wir machen das mit ihr im Rollstuhl oder wir können einfach nicht mit rennen. Tja, dann hab ich sie eben geschoben und es war großartig.

Mir graust nur, dass wir irgendwann noch eine große Operation vor uns haben. Da wird sie voraussichtlich 6 Stunden operiert. Aber daran denke ich jetzt lieber einfach noch nicht.

Und ich? Ich bin schon immer im Bereich Beauty und mach das echt super gerne. Und ich liebe meinen Käfer! Am liebsten hätte ich einen aus den 50ern bekommen, denn dieses Jahrzehnt liebe ich. Aber diese Schönheit hier ist von 1968 und ist einfach großartig.”

New York

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“Wir sind gerade hier auf Heimaturlaub. Ich bin zwar hier in München geboren und aufgewachsen, aber seit 18 Jahren lebe ich in New York. Ich betreibe dort eine Website für deutsche Familien in New York und Umgebung: CityKinder. Auf der Seite findet eigentlich jeder die Informationen, die man so braucht, wenn man nach New York zieht bzw. dort Fuss fassen möchte. Aber es geht nicht nur um Informationen, sondern auch um die Community außen rum: wir feiern die deutschen Feiertage gemeinsam und haben auch sonst viele Veranstaltungen und Informations-Workshops, wo sich jeder austauschen kann und andere Leute in einer ähnlichen Situation treffen kann. Die Ausflugs-Informationen in New York sind genauso auch für Leute interessant, die einfach nur nach New York zu Besuch kommen.

Was mich an New York so fasziniert ist die kulturelle Mischung und dass du in New York immer jemand findest, der sich auch für das interessiert, was du spannend findest. Und sei es der durchgeknallteste Fetisch: in New York findest du sicher noch jemanden mit dem gleichen Splean. Das ist in der Hinsicht spannend, das man sich in New York eigentlich selber finden kann.

Die Downside von New York ist natürlich, dass es wirklich, wirklich, wirklich teuer ist und sich daher auch alles ums Geld dreht. Daher vermiete ich z.B. oft auch über airbnb. Was Geld in die Kasse spült – vor allem weil wir gleich ein paar Schritte vom Central Park und in der Nähe des American Museum of Natural History wohnen.

Was ich in New York vermiss sind die Brezen und die Familie. Aber zurückkommen? Das kann ich mir zumindest in den nächsten 10 Jahren überhaupt nicht vorstellen. Dazu habe ich mir gerade mit CityKinder einfach zu viel aufgebaut und wir sind zu verwurzelt dort. Wir sind sehr glücklich dort.

Ich glaube, dass ich auch nicht mehr in einen normalen Job zurückgehen könnte. Einerseits sicher weil ich gerne mehr als 2 Wochen Urlaub im Jahr hätte und vor allem, weil ich mir die Zeit gerne einteilen möchte, damit ich für meine Tochter da sein kann. Und andererseits macht mir das auch so viel Spaß: jeden Tag ist was Neues, es wird nie langweilig und ich kann Menschen verbinden. Das ist einfach mein Traum! Wenn ich mir noch was wünschen müsste, dann wäre das natürlich, dass CityKinder weiter wächst und ich weiterhin für meine Tochter da sein kann.”

 

Nature

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“Ich liebe die Natur und Tiere. Wir wohnen in der Nähe vom Central Park und wir haben sogar den Kletterbäumen dort einen Namen gegeben: Daisy, Twigs und Roots.

Wenn ich die Chance hätte, den Menschen was zu sagen, dann würde ich ihnen sagen, wie wichtig die Natur ist. Wir sollten der Natur mehr Raum geben, statt ihr  noch mehr Platz wegzunehmen. Zum Beispiel gibt es einen schönen kleinen Park um das American Museum of Natural History und jetzt wollen sie in dem Park noch mehr Gebäude hinstellen. Aber wir brauchen Gärten und Parks und nicht nur Gebäude.”

Russland

Russland.jpg “Ich bin Russland aufgewachsen. Mit 14 Jahren bin ich nach Deutschland gekommen ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Meine Mama hat zwar mit mir Deutsch gesprochen, aber ich hab nur auf Russisch mit ihnen gesprochen. Und jetzt bin ich Dolmetscherin für Russisch, Englisch und Deutsch, aber gerade in Elternzeit.

Ein bisschen bin ich zwischen hier und Russland schon hin und her gerissen. Auf der einen Seite ist hier meinen Mama, mein Mann und mein Kind. Aber auf der anderen Seite ist mein Vater und meinen zwei kleineren Geschwister in Russland. Daher sind wir auch immer wieder drüben. Ich hoffe, dass es jetzt auch bald wieder so weit ist, dass wir rüber fahren zu Besuch – wahrscheinlich Weihnachten.”

Seit der Grundschule

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Woher kennt ihr euch?
“Wir kennen uns schon seit der Grundschule. Inzwischen arbeiten wir in der gleichen Firma und wohnen auch zufällig auch noch sehr nah beieinander.

Was ist bedeutet euch Freundschaft?
“Alles!”

Was ist euch gerade sehr wichtig?
“Unsere Kinder. Dass sie ihre Schule gut machen und ihren Abschluss machen. Das ist so wichtig, denn nur so kann was aus ihnen werden. Nur so können sie Erfolg haben.”