Marienplatz


“Ich arbeite hier an dem Kiosk seit 18 Jahren und mache es noch immer sehr gerne. Meine Chefs sind toll und man kann mit ihnen reden. Man ist hier immer unter Leuten und manchmal arbeite ich an der Allianz Arena. Ich hab es gerne beständig. Ich brauche keine großen Veränderungen.

Einen Traum? Ja, den habe ich: noch mal an die Nordsee fahren. Ich arbeite immer und das ganze Jahr. Ich mache keinen großen Urlaub, aber letztes Jahr hat mir meine Familie zu Weihnachten einen Urlaub nach Jüst geschenkt. Das war einfach großartig. Diese Luft und einfach mal anderes sehen!

Wissen Sie, letztendlich sind alle Wünsche ja immer irgendwie materiell, aber eigentlich ist das wirklich Wichtige die Gesundheit. Das ist alles was man sich eigentlich wünschen kann. Ich habe eine kranke Mutter, die ich auch noch pflege und einen Hund, der hoffentlich das Jahr noch überlebt und ein Haus voll Tiere. Ich bin  zufrieden und glücklich und meine Sorgen stelle ich jeden Abend vorm Schlafen gehen einfach vor dem Bett ab.”

Ich hoffe sehr, dass das hier die Familie inklusive der inzwischen erwachsenen Kinder noch liest: ihr hätte die Augen sehen sollen, als ich nach dem Traum gefragt habe! Diese unglaublich blauen Augen fingen bei dem Wort “Nordsee” unfassbar zu funkeln an!


“I am working here at the Kiosk Marienplatz for 18 years and I still love it. I have great bosses and I always can talk to them. You are always surrounded here with people and I like it. Sometimes I am also working at the Allianz Arena- for me one of my favorite spots in Munich. I really like continuity. I am not a big fan of big changes.

A dream? Yes, I have one: to go to the North Sea one more time. I am actually working all the time and all year long. I am not doing big vacations but last year my family gave me a trip to Jüst as a Christmas present. This was more than wonderful! The air was fantastic and just to see something different!

But you know what? In the end all dreams you have a some how commercial. But actually the real important thing is health. This is actually the only thing you should wish for. I have a badly ill mother I care of, I have a dog who might not survive this year and a house full of animals. But I am content and happy and when I go to bed I just leave my sorrows in front of the bed.”

I really hope her family including her kids are reading this: You should have seen the sparkle in these incredibly blue eyes when she said the word “North Sea”!

Medieval

medival

“Meine Mama macht “Filz-Elfen” seit 15 Jahren und ist damit auf einem der ersten Mittelalterlichen Märkte recht erfolgreich gewesen. Seit 6 Jahren unterstütze ich sie nun und tingel von Markt zu Markt und verkaufen diese kleinen Wesen mit vielen anderen schönen Sachen. Derzeit haben wir einen schönen Stand auf dem Wittelsbacher Platz auf dem Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt – gleich am Eingang.

Ich selber reise gerne nach Asien in den wenigen Wochen, in denen mal kein Markt ist. Da komme ich dann immer zurück und wundere mich, dass bei uns nicht auch mehr Leben auf der Straße stattfindet.

Ich liebe diese Mittelalterlichen Märkte: es ist eine tolle Möglichkeit sein eigenes Ding aufzuziehen. Gewerbe anmelden, aus Holz einen schönen Stand selber bauen, und sich eine schöne Tour auf den verschiedenen Märkten zusammenstellen. Inzwischen gibt es so viele schöne Märkte – das hat in den letzten Jahren richtig geboomt.”

Ihr fragt euch, was ein “Filz-Elf” ist? Das sind diese wundervollen Geschöpfe hier:

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“My mum is doing “felt fairies” for 15 years now and was doing pretty well on one of the first medieval markets. I am supporting here now for 6 years and travel from market to market and sell those small elves together with some more beautiful things. Currently we have a very nice stand on the medieval Christmas markets at the Wittelsbacher Platz – right at the entrance.

I myself love traveling to Asia for those few weeks we have no market stand. And every time I am coming back I wonder that it is a pity that we are not have the same level of liveliness on our streets.

I love those medieval markets: they are a great opportunity to become independent. Register the business, craft one of those beautiful stands out of wood and then start your tour to the different markets. There are so many beautiful markets already – there was quite a boom for them in the last few years.”

If you wonder what those “felt fairies” look like: check out one of those beautiful creatures on the picture above.

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Buttons made out of deer antlers

deer-antlers

“Mein Mann hat sich die ersten Knöpfe für seine Jacke selber gemacht vor 25 Jahren und hat dabei bemerkt, dass er wohl einiges an Talent hat: auf einmal wollte alle von ihm auch solche haben. Und so haben wir unser Geschäft angefangen: das Material bekommen wir von Geweihen, die die Hirsche jedes Jahr abwerfen und daraus macht mein Mann nun alle möglichen Kunst-Dinge. Tja, und so komme ich dazu, sie hier nun auf dem Christkindl Markt am Marienhof zu verkaufen.”


“My husband started with crafting some buttons for his own jacket 25 years ago and realized he must have some talent: everyone else wanted to have some similar ones from him. So he started the business: getting the deer antlers which they throw off every year and then doing all kind of crafted things out of it. Well, and here I am selling them on the Christkindl Markt at Marienhof”

Guardian Angel

guardian-angel“Hast du von dem Unfall gehört? Auf der Nymphenburger Straße vor einigen Wochen? Tja, ich war mitten in diesem Unfall. I war im Auto mit meinem Sohn. Wir hatten einfach super, super Glück. Ich habe zwar immer noch Probleme mit meinem Rücken, – ich bin gerade auf dem Weg nach Hause von meinem Arzt –  aber einfach 10 Sekunden später und wir hätten am Ende der Autoschlange sein können und vielleicht wären wir jetzt so tot wie diese Frau.
Mein Sohn sieht es noch ein bisschen anders. Er sagt immer: Wenn du ich einfach weiterspielen hättest lassen, dann wären wir gar nicht in dem Unfall gewesen.

Was ich an München mag? Das man ausgehen kann ohne von jemandem angesprochen zu werden. Ja, diese Anonymität hier kann auch seine Vorteile haben. Ich komme aus Köln und die Menschen dort sind wirklich komplett anders. Aber versteh mich nicht falsch: wir kennen auch eine gewisse Arroganz und Kühlheit. Aber hier wirst du viel schneller an deiner Kleidung beurteilt, die Menschen sind viel distanzierter und weniger hilfsbereit.”


“Have you heard about this accident? At Nymphenburger Straße a few weeks ago? Well, I was part of this accident. I was in the car with my son. We were more than lucky. I still have problems with my back – I am actually on my way home from the doctor – but only 10 seconds later and we might have been closer to the end of the queue of cars and we could have been dead like that woman.
Well, my son sees it a little bit different, though. He always says: If you let me have played a little bit longer we would not have been in this accident at all.

What I like about Munich? That you can go out without anyone talking to you. Yes, this anonymity here also can be an advantage. I am from Cologne and people there are completely different. Don’t let them fool you: arrogance and being cool is quite known in Cologne as well. But I have to admit that people judge you quicker and people are more distant and less helpful.”

No Label

no_label“Mein Traum ist es, später meine eigene Kollektion zu haben. Aber ich kann mich selber nicht verkaufen und ich bin kein Geschäftsmann. Dafür suche ich noch die richtigen Leute. Aber ich mache dann nur Mode für Männer. Ich mag eigentlich keine Frauen-Mode, auch wenn ich das als Damen-Maßsschneider eigentlich gelernt habe.

Ich mag keine Labels. In München habe ich gelernt, auch mal für Mode Geld auszugeben, aber hier gibt es so schöne Sachen, die keine Label tragen. Sich vom Mainstream abheben ist in München gar nicht so schwer, denn hier laufen irgendwie immer alle gleich rum!

Mein Lieblingsort in München? Die Fünf Höfe. Das passt jetzt vielleicht nicht zu dem, was ich vorher gesagt habe wegen der Marken und so, aber ich liebe das Muji und das Magazin.”

Nach diesem Interview bin ich tatsächlich in die Fünf Höfe gefahren und habe dort eine Dame getroffen, die offensichtlich mehr als nur einen Schutzengel hatte


“It is my dream to have my own collection one day. But I can not sell myself and I am not a business man. I am still looking for the right people for that. But I will only do fashion for men. I do not like women’s fashion – even if I actually learned custom tailor for women.

I do not like labels. Only in Munich I learned how to really spend money on fashion but there are so many great things without labels. It is so easy to stand out against the mainstream here in Munich because more or less everyone is dressing the same here.

My favorite spot in Munich? The “Fünf Höfe”. I know this is quite contracting to what I just said about labels but I just love the  Muji and the Magazin.”

After this interview I really went to the “Fünf Höfe” and met there a woman who probably had more than just one Guardian Angel

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Mrs Lilly

Mrs Lilly

Being asked about her beautiful her, she only explained that she washed her hair last night and went to bed with wet hair. How much would I give to “just” do the same and wake up with the same beautiful hair! And where would you find her? Ask Mrs Lilly

Auf ihre wunderschönen Haare angesprochen, meinte sie nur, sie hätte die Haare gestern abend gewaschen und wäre dann nur mit nassen Haaren ins Bett. Ach, wie viel würde ich darum geben, um “einfach” das gleiche zu machen und dann mit solch prachtvollen Haaren aufwachen. Und wo könnt ihr diese Schönheit finden? Fragt Mrs Lilly

Isarflimmern

Isarflimmern

There is this shop around the corner from where I live. I pass it quite often but I do not dare entering it as often as I would like to do so. It is filled with beautiful books. Displayed with a lot of love. Today I passed the shop again and the woman who works there was standing in front of it. She looked so great that I asked her for a photograph. And, well. This is what she did when I told her she should do what ever she wants for the picture. And here is her story: “I was working as the assistant of a director for various project. I did quite some great projects in Bochum and so on. I had a great time. But this shop is really “me”. I like working with people and with stories. This is my world and I love it.”. And this is what you can feel in the shop. If you are looking for a great book store go to Isarflimmern and be sure you will find something you want. The shop i located right across the Kiosk on Reichenbachbrücke

Da gibt es diesen Laden bei mir um die Ecke. Ich gehe recht oft an ihm vorbei aber ich geh nicht halb so oft rein, wie ich es gerne würde. Er ist voll bis oben hin mit tollen Büchern. Die Bücher sind mit viel Liebe ausgestellt, und es gibt so tolle Bücher.  Als ich heute gerade wieder vorbeigegangen bin, stand gerade die Besitzerin vor der Tür. Sie sah so klasse aus, dass ich sie einfach um ein Photo gebeten habe. Und sie hat sofort ja gesagt und sich dabei auch noch genial zur Schau gestellt, als ich sie gefragt habe, wie sie sich denn gerne fotografieren lassen will. Und hier ihre Geschichte: “Ich war mal Regie-Assistentin bei verschiedenen Projekten. Ich habe einige Projekte in Bochum und so gemacht. Es war eine tolle Zeit. Aber dieser Laden – das bin jetzt wirklich “ich”. Ich mag es, mit Menschen und Geschichten zu arbeiten. Das ist meine Welt und ich liebe es.” Und genau das spürt man, wenn man in dem Laden ist. Wer mal nach einem guten Buch sucht, sollte unbedingt mal hier rein: Isarflimmern. Und sei darauf gefasst, dass du sicher was findest. (genau gegenüber vom Kiosk an der Reichenbachbrücke)

Surfing in autumn

Surfing in Autumn

They are not really typical for autumn. I could not get closer to this fearless gentleman and did not have my big camera with me – but I had to share this impressive picture! Thanks Wittelsbacher-Brücke!

Sie gehören eigentlich nicht zum Bild des Herbstes. Diesen afurchtlosen Herren habe ich leider nicht näher vor die Linse bekommen und hatte auch nur meine “Kleine Kamera” dabei, aber ich fand sie einfach zu beeindrucken, um sie ungesehen zu lassen. Danke, Wittelsbacher-Brücke!

Typical Bavarian

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I actually only asked him for a portrait since he was so beautifully dressed and was so “typical Bavarian”. But he did not want to get photographed all by himself so he recruited some very beautiful girls to be with him in the picture. Well, then he could not concentrate on the camera again for me 🙂 Aren’t they fantastic? I just love the Oktoberfest.

Eigentlich hatte ich nur ihn gefragt, ob ich ihn vor allem wegen seiner schöner Ausgekluft fotografieren dürfte, und weil er so schön “typisch Bayrisch” aussehe. Aber er wollte nicht alleine auf dem Bild sein und hat sich dann einfach ein paar sehr hübsche Mädels für das Bild rekrutiert. Tja, und dann konnte er sich nicht mehr auf die Kamera konzentrieren 🙂 Sans net fesch alle miteinand? Ich liebe das Oktoberfest.

But to give you the “full picture” – the boys who were with the girls also wanted to get on the picture as well 🙂

Um euch das “ganze Bild” zu geben – die Jungs gehörten zu den Mädels und wollten dann natürlich auch auf das Bild 🙂

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Spanish Traditions in Bavaria

Spanish traditon in Bavaria

When you walk on the Oktoberfest you will meet a lot of foreigners who try to adopt to the Bavarian traditional clothes. And a lot of them fail in picking the right stuff. Therefore I was very delighted when I saw these two from Spain who at least brought a little bit of their traditional clothes to Bavaria.

Wenn man über das Oktoberfest läuft, dann sieht man viele Ausländer, die versuchen sich mit Tracht – also mit traditionall bayrischen Klamotten anzupassen. Und viele greifen dabei voll daneben. Da ist es mir doch schon viel lieber, wenn ich diese beiden sehen, die wenigstens zu ihren Wurzeln stehen und ein bisschen traditionelle spanische Kleidung nach Bayern tragen.

Tradition meets unicorn

Tradition meets unicorn

Traditionally the Oktoberfest started today. And the city is again full of people with traditional cloths: “Dirndl” for the girls and women and “Lederhosen” for the boys and men. I will keep still regarding some people having no taste whatsoever.  This family was nevertheless very beautifully dressed with “real” Dindls and Ledershosen that I was very happy to include them in my collection of portraits – and please check out the unicorn!

Heute hat endlich die Wiesn bzw. das Oktoberfest begonnen. Und die Stadt ist wieder voll von Menschen in Tracht: Dirndl für die Madeln und Frauen und Lederhosen für die Buam und Mnner. Ich werde mich jetzt zurückhalten über die geschmacklichen Entgleisungen bei der Wahl der Tracht. Diese Familie war auf jeden Fall ganz klassich und sehr schön in traditioneller Tracht gekleidet – mit schönen Dirndl und mit wunderbaren Lederhosen. Ich war sehr froh, dass ich sie in meine Portrait-Sammlung aufnehmen durfte: und man achte bitte auf das Einhorn!

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By Myself

By Myself

“I am doing my hair all by myself.” What a cool girl in the burger place “Hans im Glück“. I will go there again for great service and for her smile.

“Ich schneide mir die Haare immer selber.”. Was für eine coole Nudel im Burger Laden “Hans im Glück“. Jetzt habe ich zwei Gründe, dorthin zu gehen: wegen dem guten Service und wegen ihrem unglaublichen Lächeln.