Drag

“Mir geht es nicht darum, eine Frau nachzustellen oder möglichst wie eine Frau rüber zu kommen. Ich spiele nicht nur eine Rolle. Sondern es ist ein Teil von mir, der gesehen werden möchte. Durch Drag gebe ich diesen Teil Ausdruck und Raum, sich zu entfalten.

Durch die Netflix Serie RuPaul’s Drag Race (wie Germany’s Next Topmodel für Drag) bin ich darauf aufmerksam geworden, dass es Dragqueens auch in schön, kreativ und wirklich ästhetisch gibt. Früher waren für mich Dragqueens so was wie ältere Männer, die sich nicht rasieren, einen billligen Fummel tragen und sich nicht schminken können. Das war gar nichts für mich. Durch die Serie ist mir der Gedanke gekommen, dass ich das zum CSD machen möchte.

In der Nachbarschaft habe ich zu dem Zeitpunkt, wo ich die Entscheidung getroffen habe, einer MakeUp Artistin die Website gebaut und sie hat mir dafür beigebracht, mich zu schminken. Und so kam eins zum anderen.

Wenn ich mich verkleide und schminke bringt es mir mehr Glamour und mehr sexyness in mein Leben. Das Schöne ist, dass der “weibliche” oder besser der “bunte” Part auf mich abfärbt und inzwischen sagt, dass ich mich mehr trauen darf. Zum Beispiel trage ich deshalb auch diesen knallig gelben Pullover. Davor hatte ich meistens eher schwarz oder gedeckte Farben an.

Vor meinem ersten Mal rausgehen hatte ich einige Bedenken, vor allem mit der U-Bahn zu fahren. Was würden wohl die Anderen denken? Ein Freund hatte mir dann den Tipp gegeben: “Denk dir einfach nichts dabei, sondern tu so, als wäre es das normalste der Welt.” Und so hab ich es auch gemacht: ich habe so getan, als wäre es ganz normal und wahrscheinlich war es das auch – für die meisten. Nur in meinem Kopf war es das erst mal nicht. Was erstmals einmalig seine sollte verfolge ich jetzt weiter, weil mir das arbeiten mit MakeUp und das auseinandersetzen mit Outfits sehr viel Freude bereitet und ein super Ausgleich zu meinen Alltag mir gibt”

Prada Dontosa

DSC_0411I am more than happy that I met you today. You are a very special person and I wish there would be more people like you. You are very dedicated in the work for the Queer Referat of the LMU – so in the representation of the LGBTQIA community at the Munich University. You are organizing events, talks and open (queer) hours for everyone who feels queer or just wants to celebrate this queer world.
“It is  important to question the classic images of two genders and building an accepting society for all forms in between.”
You are so right: Life is just not as simple as some people think it is. Think out of the box!

Thanks to our great talk I know now more about the whole world of “Tunten”. I learned that there is no proper translation to that because drag queen or drag king is just not enough! There is more: the political engagement, the adoptions, mothers, the baptizing and a great community – and let’s not forget the events. Your name is Prada Dontosa because you have been baptized by this name by three other Tunten – but the whole story is even more fun to read on HomoWiki for Prada Dontosa.

I would like to thank you very much for our meeting! I have a lot of  homosexual friends but it seems there is a far bigger world behind that than I imagined. You were very open and kind enough to answer all my questions. I wish you all the best!

Ah, and by the way again: you are a real Münchner Kindl 🙂

Links:
– Queer Referat of the LMU: http://www.queerreferat.de- HomoWiki: http://www.homowiki.de/