Positiv

“Ich bin Afrikanerin und lebe seit 20 Jahren glücklich in Deutschland. Mir ist wichtig, über das Positive zu sprechen. Es gibt so viel Schreckliches auf der Welt, aber mir ist noch nie was Schlimmes passiert und ich will mich auf die schönen und guten Dinge im Leben konzentrieren. In mir steckt so viel Power und mit dieser Kraft gebe ich mein Bestes, diese Welt zu einen besseren Ort zu machen.

Um ehrlich zu sein, war schon immer so. Hier ist ein Bild aus meiner Schulzeit. Alle kucken ernst und ich bin die einzige, die über das ganze Gesicht strahlt auf dem Foto. So bin ich einfach und ich bin sehr dankbar dafür, dass Gott mir das gegeben hat!

“ich bin die einzige, die über das ganze Gesicht strahlt auf dem Foto”

Die Welt ist kleiner und mehr multikulti geworden. Ich finde schön, dass die Menschen lernen, miteinander zu leben. Ich bin mit einem Deutschen verheiratet und wir bringen uns täglich unsere Kulturen näher. In meinem Afro-Laden in Weilheim ist meine Kundschaft hauptsächlich deutsch und das liegt sicher auch daran, dass ich gerne das Wissen über meine Heimat weitergebe. Dadurch bin ich auch ständig in der Presse und mit dem Bürgermeister viel in Kontakt. Ich dolmetsche auch immer mal wieder für Flüchtlinge. Ich möchte einfach Deutschland und Afrika ein bisschen näher zusammenbringen.

Dieses Gespräch war mal wieder mir eine wirkliche Bereicherung und hat mir gezeigt, warum ich diesen Blog so gerne machen: weil ich so wundervolle Menschen kennenlernen darf. Das stand vor allem im starken Kontrast zu dem Gespräch vorher, in dem eine “Original-Münchnerin” nur davon sprach, dass alles Schlechter geworden ist seit ihrer Kindheit und dass sie so schrecklich Angst hat inzwischen auf der Straße.

Cosplay

Cosplay_Ubahn

“Ich mag CosPlay so gerne, weil ich selber sehr viel im Künstlerischen unterwegs bin und Make Up sehr gerne mag. CosPlay kommt ja von “Costume” und “Play” und ich schlüpfe dabei komplett in eine andere Rolle. Ich verwandel mich in eine Figur und die meisten Leute, würden mich so wahrscheinlich gar nicht erkennen. Besonders spannend dabei finde ich, dass ich dabei irgendwie viel selbstbewusster bin und zum Beispiel ganz anders auf Leute zu gehen kann.

Gerade bin ich auf dem Weg zu eine Animexx Treffen – das ist eine kleine CosPlay Convention in Pasing, die jeden Monat stattindet. Sie fängt schon am frühen Nachmittag an und geht bis in die Nacht.”

Biss Marienplatz

BISS_Vekäufer_Marienplatz

“Ich arbeite schon viele Jahre für die BISS. Ich bin wieder seit 2014 festangestellt und lebe komplett vom Verkauf. 
Diese Idee mit der Festanstellung ist ja einzigartig. Andere Städte wie Hamburg haben viel größere Zeitungen, aber da ist keiner angestellt. So muss ich zwar auch was an den Staat abdrücken, aber ich hab auch eine Sozialversicherung. Wenn ich krank bin, krieg ich trotzdem mein Geld. Und ich kann zum Arzt, wie Sie auch.

Die Frau Denninger hatte diese Idee und hat es dann auch umgesetzt. Das war ja gleich am Anfang -kurz nachdem die BISS 1993 gegründet wurde. Sie hat den Mooshammer an Land gezogen: nicht nur als Figur, sondern auch finanziell. Er hat uns immer viel unterstützt und sogar jetzt noch: Die Erben Mooshammer unterstützen uns ja auch noch heute.

Beim Verkauf geht es immer in 200er Schritten. Für die Festanstellung muss man mindestens 400 Magazine verkaufen. Dann kann man sich auf 600, 800, 1000, 1200 und dann sogar auf 1600 verkaufter Exemplare einstufen lassen. Aber die 1600 schafft nur einer. Der kommt nachher noch hierher. Er ist erst vor einiger Zeit 80 geworden und da haben sie hier sogar richtig gefeiert. Die Überraschung war, dass dann der Bischof sich die Geige geschnappt hat und ihm ein Ständchen gespielt hat. Aber nicht irgendwie stümperhaft, sondern so richtig gut.

Erst hab ich 600 Exemplare pro Monat verkauft, aber irgendwann kam der Chef und hatte die glorreiche Idee, mich auf 800 hoch zu stufen. Das hab ich dann auch geschafft und seit dem wurde ich auch nie wieder runter gestuft und verkaufe meine 800. Das ist wirklich ein gutes Gefühl.

Ich kann mir die Zeit komplett selbst einteilen. Ich arbeite an 6 Tagen in der Woche. Den Sonntag mach ich frei. Natürlich mach ich auch mal einen Nachmittag frei. Viele verkaufen bis zu 10 Stunden. Aber manchmal kann man das gar nicht so lange. Als es gerade so kalt war, ging das gar nicht. Auch wenn die U-Bahnhöfe ein bisschen wärmer sind: es ist doch auch saukalt geworden.

Ich mach den Job echt wirklich gerne. Natürlich ist es hart, 6 Tage zu arbeiten, aber das macht der Blumenverkäufer auch, der seine Blumen verkaufen möchte.

Und trotzdem wird man hier oft doof angemacht. Die Leute schauen auf uns runter und schätzen dich falsch ein. Vor kurzem ging an mir einer vorbei im Anzug und Mantel und hat mich sehr hochnäsig angesehen. Kaum war er um die Ecke hat er sich einen Flachmann aus der Jacke gezogen. Da musste ich schon ziemlich lachen: hochnäsig auf uns runter kucken und dann so früh den Schnaps brauchen. Ich brauche keinen Schnaps morgens um 6 Uhr! Ein Bierchen, vielleicht auch mal zwei, aber ich sauf nicht. Und wenn ich mal ein Bierchen trinke, dann erst nach Feierabend. Mei, als ich jung war schon. Ich hab mein Leben gelebt. Aber heute nicht mehr. Die letzten beiden Silvester hab ich sogar komplett ohne Alkohol verbracht. Da war ein Freund dabei, der ein trockener Alkoholiker ist und da haben wir dann einfach alle nichts getrunken. 
Aber die Typen, die uns blöd daher kommen, brauchen nur ein Ventil. Die wissen, dass die Verkäufer sich nicht wehren können. Die machen die Aldi-Verkäuferin aber genauso doof an, wenn sie mal 2 Minuten warten müssen. Meistens kann ich das ganz gut ignorieren, aber natürlich lass ich mir auch nicht alles gefallen. Als mir mal eine Frau das Geld einfach auf den Boden geworfen hat, hab ich sie gefragt, ob ich ihr die Zeitung auch vor die Füße schmeißen soll.

Gegen Naziparolen bin ich allerdings allergisch. Einmal kam einer und wollte mir eine Zeitung abkaufen und rief dabei immer Naziparolen. Dem hab ich gesagt: “Ich verkaufe Ihnen keine BISS!” Eigentlich wollte er sich über mich beschweren, aber ich hab mich erkundigt: er hat es nie getan. Ich muss niemandem etwas verkaufen – ich darf Leuten das verweigern. Und Naziparolen mag ich echt nicht. Viele schimpfen auf die Bulgaren und wir haben auch viele rumänische Kollegen inzwischen. Es kommen einige hierher, weil sie zu Hause keine Arbeit finden. Gerade bei den Putzleuten – z.B. hier am Marienplatz, am Stachus und am Hauptbahnhof – das sind ganz viele Rumänen dabei, weil sie gar keine Deutschen mehr finden bei dem Mindestlohn. Ich finde nur, dass jeder seine Gründe hat und daher können wir nicht alle über einen Kamm scheren

Aber ich verkaufe die BISS nicht nur, sondern ich schreibe auch für sie. In der Schreibwerkstatt kann man Artikel schreiben und man ist wie ein freier Journalist: wenn man Glück hat und es wird abgedruckt, bekommt man dafür das Geld. Das macht ja auch Sinn, denn in der Zeit, in der ich schreibe, kann ich ja auch keine Zeitungen verkaufen. Ich hab schon Artikel über Willy Brandt oder auch über die Polizei geschrieben. Oder aber auch über persönliche Geschichten, wie meine Freundin, die lange im Rollstuhl saß und die ich sie gepflegt habe. Sie ist jetzt vor kurzem gestorben und da hab ich auch einen Artikel geschrieben.

Ich hab auch mal über die Polizei, den Freund und Helfer geschrieben. Über persönliche Verbindungen kenne ich sogar zwei Kontakt-Polizisten. Die sind wirklich nett und ich habe auch noch nie Probleme mit Polizisten gehabt. Natürlich gibt es auch junge Polizisten, die noch nicht genug Erfahrungen haben, aber die meisten sind wirklich nett. Wenn sie mehr Erfahrung haben, ist ihnen die soziale Stellung wurscht und sie behandeln dich wie jeden anderen.

Ich mag diesen Job als Verkäufer sehr. Ich mache ihn ja auch schon echt lange. 2003 bin ich nach München gekommen. Vorher habe ich auf dem Bau und als Schausteller gearbeitet. Hier hatte ich dann eine böse Trennung: ich habe meine Freundin, der ich gerade einen Heiratsantrag stellen wollte, mit einem anderen im Bett erwischt. Ich hab zwei Wochen lange durchgesoffen, meinen Job verloren und dann ging alles ziemlich schnell bergab. Als ich bei der BISS als Verkäufer angefangen habe, wollte ich erst mal keine Festanstellung, auch wenn sie es mir angeboten haben. Aber das wollte ich nicht denn ich hatte ich noch ein anderes Ziel. Ich wollte ja nicht immer BISS verkaufen. Ich war ja mit 38 Jahren noch relativ jung. Die meisten fangen deutlich später an. Als ich dann nach dem Tod meiner Freundin, die ich im Rollstuhl gepflegt habe, wieder eingestiegen bin, hab ich die Festanstellung endlich angenommen. Und wahrscheinlich mach ich das noch bis zum Ende.

Aber ich mach den Job wirklich sehr gerne. Es gibt vieles Erfreuliches: viele Gespräche, man kennt sich, ich habe nette Stammkunden und ich habe meinen Freundeskreis auch so aufbauen können. Jeder weiss darüber Bescheid, was ich mache – ich erzähle ja keinem, dass ich Blumen verkaufe.”

Trans Italy

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“Ich bin seit 12 Jahren Trans und sehr glücklich damit. Eigentlich komme ich aus Italien, aber ich wohne hier. Aber ich bin auch immer wieder im Ausland. Mal hier, mal dort.”


“I am trans for 12 years and very happy with it. Actually I am from Italy but I live here. But I am also often abroad. Now here, now there.”

Tango

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“Ich komme aus Wien und bin für dieses Wochenende nach München angereist. Ich tanze auf einem Tango-Festival/ Encouentro-Treffen. Das sind wundervolle Veranstaltungen und dieses hier nennt sich z.B “Munich Easter Tango Weekend“. Die TeilnehmerInnen kommen oftmals aus vielen verschiedenen europäischen und auch aussereuropäischen Ländern, auf Genderbalance wird seitens der VeranstalterInnen  penibel geachtet. Die Milongas werden von internationalen Tango-DJ’s bespielt, viele von Ihnen machen phantastische Musik und tanzbare Stimmung, sehr häufig traditionelle Musik aus den 40ern.

Jetzt war ich gerade in der Stadt, um ein bisschen Luft zu schnappen und in die Kulturhistorie Münchens einzutauchen. Morgen gibts den Englischen Garten und das Haus der Kunst.

Jetzt bin ich wieder auf dem Weg zurück und tanze wahrscheinlich bis in den frühen Morgen. Ich war schon auf vielen Encouentros, Festivals und internationalen Tangotreffen und es sind immer wundervolle musikalische, tänzerische und soziale Erlebnisse. Wahrscheinlich komme ich im Oktober zum Tango Marathon wieder hierher.”


“I am actually from Vienna and here only for the weekend. I dance at a tango festival. This is just a wonderful event and is called “Munich Easter Tango Weekend“. You just dance all the time, the participants come from everywhere and there are some fantastic tango DJs. I was just in the city for a while to get some fresh air and now I am heading back and dance until the early morning. I was at a few festivals and it is just a wonderful experience.”

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Türkei

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“Ich bin türkisch-kurdisch. Ich bin ein echtes Liebes-Kind. Inzwischen hab ich 3 entzückende Kinder, die damit türkisch-kurdisch-deutsch-österreichisch sind. Seit 23 Jahren bin ich in Deutschland und arbeite bei der MVG im Bereich Sicherheit.

Warum ich hierher gekommen bin? Ich wollte studieren. Das hat gereicht, dass ich das Land verlassen musste. Und ich durfte auch vorletztes Jahre zum ersten Mal wieder zu meiner Familie. Ich bin der einzige aus meiner Familie, der hier in Deutschland lebt ist.

Was ich zu der Lage in der Türkei gerade sage? Wenn man denken, lesen und schreiben kann, kann man nicht für Erdogan sein. Das ist Wahnsinn, was da passiert! Die Polizei hat alle Macht, darf dich auf offener Straße angreifen und keiner kann was sagen. Zu große Satellitenschüsseln auf dem Dach werden von der Polizei einfach abgebaut, weil man damit ja ausländisches Fernsehen empfangen könnte. Aber jeder weiss, dass nach einer halben Stunde einfach wieder eine neue hängt – auch die Polizei weiss das. Die Leute kaufen Satellitenschüsseln nur in Sammelbestellungen.

Zu der anstehenden Wahl habe ich eine klare Meinung: das Ergebnis ist jetzt schon vorbereitet. Das ist alles nur eine Farce. Bei der letzten Wahl kannte ich auch niemanden, der für Erdogan gestimmt hat und wenn man das hochrechnet, dann kann er gar keine 70% bekommen haben.

Aber hier gibt es wirklich viele Anhänger von Erdogan, die hier leben. Aber wie gesagt: wenn jemand klar denken kann und auch schreiben und lesen kann, er kann nicht für ihn sein. “

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Body Painting Model

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“Ich war eine Zeit Body Paint Model. Johannes Stötter hat ein Dorf weiter von meinem Heimatort gewohnt und so bin war immer wieder mal bei Projekten dabei. Den “Frosch” kennen viele – da war ich auch ein paar mal dabei und wir sind durch Live-Shows und so getingelt. Inzwischen ist allerdings mein Rücken so stark tätowiert, dass auch die Body-Paint-Aufträge nachgelassen haben. Hier in München bin ich eigentlich gerade nur auf Heimaturlaub. Inzwischen wohne ich nämlich in Wien – in einer WG mit 4 Leuten wo eigentlich nur Platz für 2 ist.”


“I was a body painting model for a while. Johannes Stötter lived just a few minutes from my home in the next town and this is how I got involved in some projects. The “frog” is what most people heard of – I was part of this a few times and we went to a couple of live shows on TV as well. In the meantime the jobs got less and less for me since my whole back is one huge tattoo now. Here in Munich I am just on “Heimaturlaub” (vacation at home). I am living in Vienna now – in a shared flat with 4 people where there is actually only enough space for 2.”

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Sendlinger Tor

sendlinger-tor“Ich bin jetzt 69 Jahre und arbeite hier am Sendlinger Tor als Aufpasser an der U-Bahn. Paralell versuche ich mir ein zweite Standbein als Energieberater aufzubauen und ich gebe Nachhilfe-Unterricht in Mathe und Physik. Ich habe bei BMW mit einer Werkzeugmacher-Lehre begonnen, hab dann doch noch studiert. Ich hab dann weiter als Dipl-Ing. TU bei BMW gearbeitet und einige Jahre dann auch als Patentanwalt. Insgesamt habe ich 43 Jahre bei BWM gearbeitet.
Einige sagen, ich soll endlich zur Ruhe kommen, aber mir macht es Spaß und ich habe Sorge, dass ich verfalle. So ist es mir lieber.”


“I am 69 years old and I am working here at Senglinger Tor as overseer at the subway. In parallel I am working on my second mainstay as a energy consultant and I offer private tutoring for maths and physics. I have started with BWM as a toolmaker and studied later. I continued working for BWM as a Dipl. Ing (graduated mechanical engineer) and later as a patent attorney. All in all I worked 43 years for BWM.
Some people say I should retire finally but I have so much fun doing this and I worry to loose it. I like it better this way.”

Kunst

kunst

“Ich bin Künstler. Ich mache Holz- und Linolschnitt.  Gerade bin ich allerdings gerade auf dem Weg zu einem Holzbildhauerkurs, den mir meine Frau geschenkt hat. Das ist in sofern spannend, dass ich bisher immer nur 2D gemacht habe. Hochdruck ist eben nur 2D und jetzt versuche ich meinen Horizont mal zu erweitern und in 3D zu arbeiten. Man muss sich als Künstler immer wieder selber weiter treiben und und neue Perspektiven lernen.”

Seine Kunst is auch zu sehen auf www.joachimgraf.com


“I am an artist. I am doing woodprint and linoprint. Right now I am actually on my way for a course for wood sculpture – a present from my wife. This is interesting since I only worked two-dimensional so far. Printing is only 2D and now I will open my mind for working in 3D. As an artist you have to push yourself all the time and learn about different perspectives.”

Learn more about his art on www.joachimgraf.com

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BVB

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“Ich hab selber mal in Dortmund in der Jugdend-Mannschaft gespielt. Aber dann hab ich mich verletzt und war fast ein Jahr weg aus dem Team. Damit war meine Möglichkeit schon weg, ein Profi zu werden.”


“I played in a junior team in Dortmund. But then I hurt myself and could not be in the team for over a year. Well, and that was it to become a pro.”

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Clean

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“Ich bin schon seit 20 Jahren hier und komme eigentlich aus Afghanistan. In meinem Land ist schon seit über 40 Jahren Krieg. Erst waren es die Russen und gleich danach kamen die Amerikaner. Es ist immer alles unsicher, man weiss nicht woher man das Geld für’s Leben bekommen soll. Ich vermisse mein Land sehr, aber inzwischen wird der Schmerz ein bisschen weniger. Wenigstens habe ich hier einen guten Job, der mir Spaß macht. Bitte mach das Foto unbedingt so, dass das Firmenlogo auch drauf ist.”


“I am here already for 20 years but originally I am from Afghanistan. In my country there is war for over 40 years. First the Russians and right after that the Americans came. Everything is insecure there, you even don’t know where to get the money for your life. I miss my country a lot but now it is not hurting so much anymore. Here at least I have a job which is good for me. Please make sure that you can see the logo of the company on the picture.”

Tired

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“Wir sehen ganz schön müde aus. Wir studieren beide gerade und es ist recht anstrengend. Er macht gerade seinen Master in Archtiktur und ich mache gerade meinen Bachelor in Wirtschaftspsychologie und muss in drei Wochen meine Bachelor-Arbeit abgeben. Das ist schon das zweite Weihnachten, das ich nicht richtig genießen kann, denn letztes Jahr war im Januar Klausur-Zeit. Aber im Februar bin ich dann damit erst mal fertig. Dann werde ich erst mal jobben, Praktika machen und reisen. Am schwierigsten wird es wohl, sich noch mal für den Master zu motivieren und einen guten Platz dafür zu finden. Alle sagen immer, dass München so viel bietet, aber gute Master-Studiengängen sind schwierig zu finden.”


“Wow, we look tired. We war both in university and it is quite a stressful time right now.  He is doing his master in architecture and I am currently doing my Bachelor in business psychology and I have to deliver my bachelor paper. This is my second Christmas which I can not enjoy really: last year I had all my exams in January. But in February this part will be over. After that I will do some small jobs, perhaps some trainee ship and some traveling. The most difficult part will be to keep the motivation for the master and to find a good spot. They are all saying that Munich is offering so much, but in reality good master courses are sometimes quite difficult to get.”

Bluehaze

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“Ich spiele in einer Band. Naja, eigentlich ist es mehr ein Duo: Bluehaze. Wir machen recht düstere Musik, in Richtung von den 80er Jahre Band The Cure. Ich hab zwar einen Job, der mir die Miete und das Essen zahlt, aber natürlich träume ich davon, irgendwann mal von der Musik leben zu können.”


“I am part of a band. Well, to be very precise it is a duo: Bluehaze. We make quite some dark music, similar to the 80ies bands The Cure. I do have a job which pays my rent and my food. But I am dreaming of the day where I can live from my music.”

Check it out on: https://www.instagram.com/bluehaze.band/

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Posing

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“When I see a camera, I can’t help: I have to pose.”

That was my favorite line to start of a conversation – especially since I have “observed” him already but did not dare asking him. So we had a super nice talk – Americans just have such a super nice way! After that he gave me an interesting short summary of his life:

“So would it be a correct summary of you life: military, stripping, security service.”

“Yes, this would sum it up very well.”

 

Portugal

DSC_0791Hast du einen Traum? Diese Frage stelle ich immer wieder mal und ich liebe es, wenn dann die Augen zu leuchten anfangen.

“Ich hätte gern ein Haus in Portugal. Die Leute dort sind so relaxed und nett – nicht wie hier voller Hektik und Stress.

München liebe ich allerdings auch sehr. Ich bin hier geboren und liebe es: bunt, offen und für jeden ein Stück Heimat. “

Model

model

Ich bin immer wieder beeindruckt, wie toll Menschen vor der Kamera aussehen. Bei ihr war ich dann vollends begeistert, denn sie macht es schon seit 10 Jahren professionell.

“Ich habe mir das selber aufgebaut und lebe inzwischen sehr gut davon – sogar in München.

Ich bin zum Modeln gekommen, wie es im Buche steht: ich war das klassische Girlie und wollte in diese Glamour- und Glitzerwelt. Natürlich sieht sie in Realität nicht ganz so aus, aber ich liebe meinen Beruf.

Mir war immer wichtig, dass ich nicht nur darauf aufbaue. Ich habe meine Abi gemacht und ich studiere.”

Vielen Dank für ein tolles Gespräch. Ich weiss nicht, wie viel “Du” ich auf dieses Bild wirklich bekommen habe, aber für mich ist es ein echtes “Wow-Foto”.

Drummer

Drummer

“Wie der Pianist kann ein Schlagzeuger auch nicht sein ganzes Schlagzeug immer mitbringen. Daher findet man meistens ein recht vollständiges Schlagzeug vor, wenn man irgendwo hinkommt. Aber die Becken bringt jeder Schlagzeuger selber mit. Sie haben einen sehr individuellen Klang und damit sind die Becken der Fingerabdruck jedes Drummers. Er entscheidet sich für eine Klangfarbe und damit ist es etwas sehr individuelles für diesen Musiker.”

Tja, das lernt man alles, wenn man jemanden anspricht, der so einen tollen Rucksack aufhat.

 

Berufsorientierung

IMG_9543Ich saß heute in der U-Bahn. Die Dame mir gegenüber sah sehr nett aus und hatte einen knallblauen Koffer auf dem Schoss. Darauf stand “Berufsorientierung”. Hat sie den für sich irgendwo ausgeliehen oder für jemanden anderen? Ich habe sie angesprochen:

“Ich arbeite für die “Akademie Kinder philosophieren”. Dieser Koffer enthält Material für eine Veranstaltung am Montag. Wir bieten Kurse zur Berufsorientierung an. Das ist sozusagen der Berufswahl vorgezogen. Wir versuchen uns den Fragen zu nähern: Wer bin ich? Was ist meine Berufung? Wo steht der Beruf gegenüber diser Berufung? Wir arbeiten mit Jugendlichen zusammen, die entweder in der 9. Klasse sich orientieren wollen, weil es bald mit der Schule zu ende geht. Für Kinder im Gymnasium geht das natürlich auch weiter. Es ist unglaublich, was man von den Jugendlichen teilweise zu hören bekommt. Ich kann immer wieder einiges für mich aus rausnehmen. Vor kurzem hatte ich zum Beispiel einen jungen Mann im Kurs, der meinte: “Ich fühle mich wie ein Löwe und ich möchte nicht, dass sie eine Katze aus mir machen.” Unglaublich, oder?”


I was sitting in the subway on my way home. A nice woman was sitting opposite of me with a bright blue suitcase on her lap. It said “Berufsorientierung” – “career orientation”. I wondered if she had it for herself or for someone else. I asked her:

“I am working for an academy called “Akademie Kinder philosophieren (academy kids philosophizing). This suitcase contains the material I am using for next Monday’s session. We offer courses for orientation for your career. You could say this is the first step before you choose your career after school. We try to find answers to the questions: Who am I? What is my calling? How does my calling fit into my options I am considering for an occupation? We work with young people who are in 9th grade just about finishing school and search for orientation. For kids in higher schools we even go further. It is completely amazing what we hear from these young kids. And I can say that there is always something I can use for myself, too. Just recently we had a young man in our course and he said: “I feel like I am a lion and I don’t want them to make a cat out of me.” Incredible, no?”

Super cool Dad

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Wir waren auf der bauma und ich habe eigentlich tolle Paps mit ihren Kindern gesucht. Es waren viele Papas da, aber keine coolen. Bis wir in der U-Bahn auf dem Heimweg diese beiden Jungs kennengelernt haben.

Was magst du an deinem Papa gerne? – Ich turne am liebsten mit ihm herum.

Was magst du am liebesten an deinem Sohn? – Das er bei mir ist und nicht bei seiner Mutter.

Ich habe nicht weiter nachgefragt, da ich die Diskussion nicht fair gefunden hätte vor seinem Soh. Aber es schien wohl so, dass seine Mutter nicht genug Zeit hatte für ihn. Und so hat Papa übernommen und beide schienen sehr glücklich damit.


We have been at the bauma and I was actually looking for cool dads with their kids. There were a lot of dads, but no cool ones. Well, until I met these two on our way home in the subway.

What do you like about your daddy? – I love jumping around with him.

What do you like best about your son? – That he is with me and not with his mom.

I did not dig more into this because I think this discussion might not have been fair in front of the son but it seemed that his mother did not have enough time for him. So daddy is taking over. And both looked very happy with it.

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