Surf the wave

Wave

“Ich habe vor einiger Zeit angefangen, auf dem Eisbach zu surfen. Und ich muss sagen, dass war das Beste, was mir je passiert ist. Ich bin schon vorher im Meer gesurft, aber das ist einfach noch was anderes. Ich hatte immer sehr Respekt davor und hab mich auch lange geziert – man hat einfach zu viele Geschichten gehört und die Locals waren früher echt nicht nett zu Neulingen. Das hat sich aber echt geändert und ein Kumpel hat mich so lange genervt, dass ich es dann doch angefangen habe. Und die meisten Leute an der Welle sind auch echt nett. Vermutlich hat mir der Frauen-Bonus aber auch geholfen, denn die Leute haben ich echt nett in die Community aufgenommen.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte? Mei, das ist echt schwer, weil gerade alles so gut läuft und ich eigentlich rundum glücklich bin. Mir gehts echt mega gut. Aber wenn ich mir was wünschen müsste, dann wohl ein Haus am Pazifik, in Kalifornien.”

Eisbach

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“Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als ich das erste Mal an der Welle am Eisbach stand. Ich war 14 oder 15 Jahre und habe also schon einige Zeit auf kleineren Wellen geübt – wie zum Beispiel der weiter unten am Eisbach. Aber die große Eisbach-Welle ist noch mal was ganz anderes. Ich stand wirklich fast eine Stunde da und hab mir immer wieder gedacht: “Uffz, ist die groß!” Tja, und jetzt trainiere ich fast jeden Tag hier.

Was mich vor allem in der Wettkampfsituation trägt, ist mein Umfeld. An dem Tag der Europameisterschaft war ich eigentlich ganz guter Dinge, dass ich gute Chancen hätte. Aber als ich dann noch in den schwereren Heat gekommen bin, sind auf einmal doch Zweifel hochgekommen. Aber meine ganzen Freunde und Familie standen da hinter mir und haben mir viel Zuspruch gegeben. Sie haben mir immer wieder gesagt, dass ich das schaffe. Ohne sie wäre ich wahrscheinlich verzweifelt, aber mit ihnen hab ich dann tatsächlich den Titel geholt!”

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Janina Zeitler hat vor einem Jahr den Titel zur Europameisterin im Wellensurfen auf der  künstlichen Welle geholt. Wir gratulieren ihr noch einmal ganz herzlich!

Sie hat mir noch viel mehr über sich und über die Wettkampfsituation erzählt. Wer noch mehr über sie erfahren möchte, kann sich das ganze Statement von ihr auf MunichMag ansehen:

 

Surfin’

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“Wir wohnen ein wenig ausserhalb von München und brauchen ungefähr eine Stunde hierein. Aber wir vermissen beide das Meer so und müssen einfach kommen. Wir kommen beide vom Standup-Paddeln und wir haben spezielle SUP-Bretter, mit denen wir auch auf Wellen reiten können. So, jetzt müssen wir aber auch los auf die Welle!”


“We live a little outside of Munich and it takes us about an hour to get here. But we both miss the sea so much that we have to come. We both come from the Standup Padeling and we have special SUP-boards which can be used for wave surfing as well. But now we have to go on the wave!”

Surfing

DSC_0311.jpgAuf dem Eisbach surfen ist kein Geheimtipp mehr: in jedem Guide kann man darüber lesen. Um so mehr habe ich mir schon immer gewünscht, einen von den Jungs mal portraitieren zu dürfen. “Ich habe in Spanien und Kalifornien gelebt. Da ist das Surfen auf dem Eisbach natürlich schon was anderes, aber es ist eine tolle Alternative, wenn man nicht am Meer leben kann. Das Surfen ist eine Lebenseinstellung. Da gehört mehr als nur das Board dazu.”

Und dann kam der tollste Spruch: als ich mich verabschiedet habe mit den Worten “Danke, Du hast mir einen Traum erfüllt.” kam nur kurz und trocken zurück: “Ach, das höre ich imemr mal wieder nachts.” Viel Spaß noch in München.


Surfing on the Eisbach is not a secret anymore: it is now listed in all guide books. All the more I always wanted to portrait one of the surfers. “I lived in Spain and California. After that it is not the same to ride the Eisbach but it is a wonderful alternative if you can’t live by the sea. And surfing is more than just a board. It is a way of living.”

Well, and then he topped it all: after I said goodbye and thanked him with the words “You mad a dream to become true.” he answered dryly: “This is what I hear in the nights every now and than.” Have fun in Munich!